13. bis 15. Jänner 2026 um 18.00 Uhr City Kino und ZBM-Wohnzimmer
Die Abteilung Zeitbasierte Medien lädt in Kooperation mit moviemento und City-Kino zu den Cine Days #16. Am 13., 14. und 15. Jänner jeweils um 18.00 Uhr im City-Kino werden die Filme gezeigt. Die Diskussionen dazu folgen im ZBM-Wohnzimmer (Domgasse 1, 4020 Linz, 4. Stock).
FILMPROGRAMM 2026:
13. Jänner 18h Bürglkopf R: Lisa Polster
14. Jänner 18h Juli R: Barbara Kaufmann
15. Jänner 18h Alarm R: Judith Zdesar
Alle Filme und anschließende Diskussionen in Anwesenheit der Regisseurinnen. Moderation Dariusz Kowalski
Regie: Lisa Polster
A 2025, 78 min
Auf 1.300 Metern Höhe befindet sich das Rückkehrzentrum Bürglkopf weit abgelegen auf dem gleichnamigen Berg in Tirol. Menschen im Asylverfahren sollen dort mit Rückkehrberatung, vor allem aber unter dem Druck der Isolation, zur Ausreise aus Österreich bewegt werden. Die idyllische Alpenlandschaft wird zum Schauplatz eines bizarren Aufeinandertreffens von Geflüchteten, Dorfbewohner:innen und Tourist:innen, denn die nächstgelegenen Berge in Kitzbühel dienen vor allem dem Wintersport. Während hochmoderne Gondeln Urlauber:innen aus aller Welt auf die Gipfel befördern, müssen die Bewohner des Bürglkopfs drei Stunden Fußweg auf sich nehmen, um vom Lager ins Tal zu gelangen. Der Film gibt einen Einblick in die europäische Abschottungspolitik, die in Rückkehrzentren und Abschiebelagern gipfelt.
Regie: Barbara Kaufmann
A 2023, 78 Min
Ein Familiengeheimnis. Zwei Schwestern, die Jahrzehnte nicht mehr miteinander sprechen. Eine Urenkelin, die sich 100 Jahre später auf die Suche nach der Wahrheit macht und die unbekannte Geschichte ihrer Vorfahrinnen findet. Eine Reise durch Frauenleben in der Monarchie, im Ersten Weltkrieg, im Bürgerkrieg, im Sozialismus und Nationalsozialismus. Frauenbiografien erzählt von Stellvertreterinnen, die zu den porträtierten Frauen durch ihre Lebensgeschichten eine Tiefe Verbindung haben.
Regie: Judith Zdesar
AT 2025, 90 min
In einer Welt, in der Katastrophen allgegenwärtig sind, begleitetdie Regisseurin Judith Zdesar im Dokumentarfilm ALARM die freiwilligen Feuerwehrleute von Wiener Neustadt bei Einsätzen, Übungen und in der Wartezeit dazwischen. Der Film bietet einen intimen, unverstellten Einblick in eine Welt, die von ständiger Vorbereitung auf den Ernstfall geprägt ist. Durch Actioncam-Aufnahmen erleben wir die Arbeit der Feuerwehrleute hautnah. Dabei stehen nicht unbedingt die spektakulären Bilder der Einsätze im Mittelpunkt, sondern das stille Ringen mit der Unausweichlichkeit von Gefahr, Verlust und Tod.
ALARM zeigt junge Freiwillige, die zum ersten Mal mit schweren Schicksalen konfrontiert werden, und erfahrene Einsatzkräfte, die bereits viel Traumatisches erlebt haben. Der Film beleuchtet, wie sie mit schwierigen Erfahrungen und ständigen Bedrohungen umgehen, und hinterfragt, wie man in einer fragilen Welt Halt findet, wenn das Unerwartete jederzeit eintreten kann. Ein filmischer Blick auf die existenzielle Unsicherheit unserer Zeit