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PRAESENTATION

Zeitschriftenlaunch der FKW Nr. 76: Re-lektüre des Gartens. Queere Ökologie, Kolonialismus, Gewalt.

15. Jänner 2026 um 15.00 Uhr Kepler Salon

Die Abteilung Ästhetik und Pragmatik audiovisueller Medien und das Co.Lab Erinnerungsarbeit · ästhetisch-politische Praktiken laden herzlich zur Präsentation der Ausgabe Nr. 76 der FKW // Zeitschrift für Geschlechterforschung und visuelle Kultur ein, die im November 2025 erschienen ist. Die Ausgabe wird von Thari Jungen (Kunstuniversität Linz) und Friederike Nastold (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg) herausgegeben.

Gerahmt wird der Nachmittag mit dem Workshop „Heute Nüsse knacken!“ von Nanna Lüth (Vorsitzende des Berliner BDK – Fachverband für Kunstpädagogik) und Wiebke Trunk (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg). Beide laden dazu ein, gemeinsam nach Formen zu suchen, wie NS-kontaminierte Kunstwerke, die bisweilen unmarkiert in Museen präsentiert werden, kontextualisiert werden können. Wiebke Trunk ist mit dem Beitrag „Blut und Boden – den Mythos unterbrechen “ in der FKW // Zeitschrift für Geschlechterforschung und visuelle Kultur Nr. 76 vertreten.

In der Ausgabe Nr. 76 mit dem Titel Re-Lektüre des Gartens: Queere Ökologien, Kolonialismus, Gewalt wird die Frage verhandelt, ob eine Beschäftigung mit dem Garten als Ökosystem en miniature Antworten darauf geben – sowie auch weitere Fragen stellen – kann, wie wir in Zukunft miteinander leben wollen. Die darin versammelten Texte wollen den Garten nicht als idyllischen Gegenort der gewaltvollen, extraktivistischen und techno-kapitalistischen Ruinen des Kapitalismus denken, sondern als Raum, in dem diese Realität verhandelt werden kann. Anstatt von einem anthropozentrischen Paradigma auszugehen, das binäre und hierarchische Trennungen von Natur/Kultur, Wildnis/Garten oder Menschen/Pflanze und die damit verbundenen vergeschlechtlichten und kolonialen Ausbeutungsformen weiterschreibt, möchte die Ausgabe dazu beitragen, die Relationalität und Reziprozität mehr-als-menschlichen Lebens als ein prozessuales Verhältnis zu denken.

www.fkw-journal.de

Dr. des. Thari Jungen ist Postdoc-Universitätsassistentin in der Abteilung für Ästhetik und Pragmatik audiovisueller Medien und im Co.lab Erinnerungsarbeit · ästhetisch-politische Praktiken.

Friederike Nastold (Dr. phil.) ist ausgebildet als Künstlerin, Vermittlerin und Kunsttheoretikerin und ist Juniorprofessorin für Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Gender Studies am Institut für Kunst und visuelle Kultur an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg sowie stellv. Direktorin des Zentrums für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZFG) in Oldenburg. Zuvor war sie Vertretungsprofessorin am Institut für Kunst an der PH Karlsruhe. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: Kunst- und kulturwissenschaftliche Geschlechterforschung, Klassenfragen, Queere Ökologien und Gärten in Kunst und visueller Kultur, Human-Animal Studies, Affekttheorie, Queer Theory. Ihre Monographie Zwischen I see you und Eye Sea You. Blick, Repräsentation, Affekt erschien 2022 im VDG-Verlag.

Nanna Lüth, (Dr. phil.) arbeitet und forscht in den Bereichen Kunst, Kunstpädagogik und Medienbildung. Sie engagiert sich für dekonstruktive und inklusive Bildungsarbeit. Nach vielfältigen Berufserfahrungen in der Kunstvermittlung und Forschung war sie 2013–21 Juniorprofessorin für Kunstdidaktik/Gender Studies an der Universität der Künste (UdK) Berlin. 2018–20 vertrat sie die Professur für Kunstpädagogik der Universität Duisburg-Essen. Seit 2021 ist sie Vorsitzende des Berliner BDK – Fachverband für Kunstpädagogik. 2022-24 hatte sie hier die Gastprofessur für Diskriminierungskritische Didaktik im Feld der Künste inne. Im Anschluss vertrat sie die W3-Professur für Kunstdidaktik an der UdK Berlin. Aktuell ist sie aktiv in den Bereichen Forschung, Fortbildung und Unterricht. Arbeitsschwerpunkte: Kooperative und interdisziplinäre Pädagogik; Entwicklung zeitgemäßer didaktischer Zugänge zur Kunst; Differenzreflexivität und Humor in der künstlerischen Bildung. Neu erschienen ist: Nanna Lüth (Hg.), Immer wieder! NS-Geschichte vermitteln in Schule, Hochschule und den Künsten. München 2025.

Wiebke Trunk (Dr. phil.)  ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin/LfbA am Institut für Kunst und Visuelle Kultur (Kunstpädagogik/Kunstvermittlung) an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. 2024 beendete sie ihren Beitrag für das 3-jährige Projekt OLE+ (biographieorientierte und phasenübergreifende Lehrerbildung) mit dem Titel „Von Kunst aus sprechen“ (https://uol.de/lehr-lern-plattform-schule). In ihrer Forschung konzentriert sie sich auf die gesellschaftspolitische Bedeutung von Kunst/Kultur. Dementsprechend lautet der Titel ihrer Dissertation: „Kunstberichte als kultur- und pressepolitisches Herrschaftsinstrument im NS ‒ Untersuchung der Berichterstattung zur „Großen Deutschen Kunstausstellung“ in München von 1937 bis 1943 in der „Frankfurter Zeitung und Handelsblatt” (http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:715-oops-59263).