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Thari Jungen

Universitätsassistentin (Post-Doc) 

Kurzbiographie

Thari Jungen (Dr. des. phil.) ist als Künstlerin und Theoretikern ausgebildet und arbeitet als Post-Doc Universitätsassistentin in der Abteilung Ästhetik und Pragmatik audiovisueller Medien und im Co.Lab Erinnerungsarbeit · ästhetisch-politische Praktiken an der Kunstuniversität Linz.

Zuvor lehrte sie Geschichte und Theorie visueller Kulturen und künstlerischer Forschung u.a. an der Kunstuniversität Linz, der Burg Giebichenstein Halle, der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, sowie am Design Department der HAW Hamburg und unterrichtete im Sommersemester 2023 an der Kunsthochschule Mainz in Vertretung von Prof. Dr. Linda Hentschel sowie 2023 & 2024/25 an der Weißensee Kunsthochschule Berlin in Vertretung des Lehrstuhls für Visuelle Kultur. 

Thari Jungen promovierte im künstlerisch-wissenschaftlichen Graduiertenkolleg Performing Citizenship in Hamburg mit einer Arbeit zu Fakes und Fälschungen als ästhetisch-politische Phänomene. In der Studie wird nach dem Wissen und den Praktiken gefragt, vermittels derer Fakes und Fälschungen Gesellschaft nicht nur repräsentieren, sondern auch konstituieren. 

In ihrem aktuellen Forschungsprojekt untersucht sie Gärten und Landschaften des Nationalsozialismus mit dem Fokus auf Exktraktivismus und Gewalt.

Aktuelle Forschungsschwerpunkte:

  • Epistemologien des Falschen
  • Phänomene der Aneignung in der Kunst der Moderne und Postmoderne.
  • Studien Visueller Kultur, Medien- und Kunsttheorien des 20. & 21. Jh. insb. im Hinblick auf Fragen nach Geschlecht, Landschaft und Gärten
  • Holocaust & Memory Studies insb. im Hinblick auf Fragen nach Geschlecht, Topographien der Gewalt und kontaminierten Landschaften


Monografie 

Aneignen, Umdeuten, Zersetzen – Zur ästhetisch-politischen Dimension von Fakes und Fälschungen. (=Dissertationsschrift / Marburg: Büchner, 08/2026)


Herausgeberinnenschaft

Re-Lektüre des Gartens:  Queere Ökologien, Kolonialismus, Gewalt (gemeinsam mit Friederike Nastold). FKW-Zeitschrit für Geschlechterforschung und visuelle Kultur, No. 76, 11/2025.

Wildes Gedenken – nichtinstitutionalisierte Praktiken der Erinnerung an den Nationalsozialismus, gemeinsam mit Sabrina Kern, Angela Koch, Maria Keplinger und Florian Schwanninger, Berlin: Metropol Verlag (in Vorbereitung).


Sammelbandbeiträge

Wildes Gedenken ausstellen. In: Wildes Gedenken – nichtinstitutionalisierte Praktiken der Erinnerung an den Nationalsozialismus, gemeinsam mit Sabrina Kern, Angela Koch, Maria Keplinger und Florian Schwanninger, Berlin: Metropol Verlag (in Vorbereitung).

Von Spuren der Erinnerung zu Geistern der Vertriebenen: Zur Idee eines pflanzlichen Gedächtnisses in der Installation „Weeds“ von Karolyna Grzywnowicz, In: Wildes Gedenken – nichtinstitutionalisierte Praktiken der Erinnerung an den Nationalsozialismus,gemeinsam mit Sabrina Kern, Angela Koch, Maria Keplinger und Florian Schwanninger, Berlin: Metropol Verlag (in Vorbereitung).

Einleitung, In: Wildes Gedenken – nichtinstitutionalisierte Praktiken der Erinnerung an den Nationalsozialismus, gemeinsam mit Sabrina Kern, Angela Koch, Maria Keplinger und Florian Schwanninger, Berlin: Metropol Verlag (in Vorbereitung).

Necropolitical Perspectives on Former Camp Grounds, In: Memories of Landscape. On Traces of Violence in Nature, hrsg. v. Bundeszentrale für Politische Bildung und Stiftung Genshagen, 03/2026.

Care Work – Sorge-Tragen als kuratorische Arbeitspraxis in der Ukraine (gemeinsam mit Friederike Nastold). In: »Arbeit als Kunst«, hrsg. v. Christiane Heibach et. al., Weimar: VDG, 02/2026.

Obstbaumwiesen und Felder. Überschriebene Tatorte rassistischer, antisemitischer Gewalt in Gusen. In: »Immer wieder. NS-Geschichte vermitteln in Schule, Hochschule und den Künsten«, hrsg. v. Nanna Lüth, München: Kopaed, 2025.

Un/Sichtbarmachen: Eine emanzipative Strategie in queer-feministischer Kunst? (gemeinsam mit Friederike Nastold). In: »Get Make Be Visible«, hrsg. v. Christiane Kruse et al., Berlin, Basel, Boston: De Gruyter, 2025. 

Umgraben, Kompostieren, Netz-Werken: Mehr-als-menschliche Gefährt*innen gärtnern (gemeinsam mit Friederike Nastold). In: »Vegetabile agency in Mensch-Pflanzen-Netzwerken«, hrsg. v. Vanessa Sternath et al., Bielefeld: Transkript, 03/2025.

Die Performativität von Fakes. In: Der Mensch als Faktizität, hrsg. v. Dieter Mersch et. al., transcript, Bielefeld, 2021, S. 101-118. 

Getäuscht in Veles, Mazedonien – Fake News als Guerillakommunikation der Krise. In: »Bilder, soziale Medien und das Politische«, hrsg. v. Nadja Köffler et al., transcript, Bielefeld, 2021, S. 241-265.

Collaborative Authorship – or: How to overcome the »Nightmare of Participation«? In: »Constructions of Media Authorship«, hrsg. v. Christiane Heibach et. al., de Gruyter, Berlin, 2020, S. 132-145.

(Re-)Labelling: Mimicry between Identification and Subjectivation. In: »Performing Citizenship«, hrsg. v. Sybille Peters et. al., Pallgrave Macmillan, Cham, 2019, S. 190-207.


Zeitschriftenbeiträge (peer reviewed):

Returns, Returns und Cycles: Derek Jarman im Garten. In: kritische berichte, Bd. 54, Nr. 4/2026 (im Erscheinen).

Die Naturalisierung der Grenze: Landschaftsbilder und Erinnerungspolitiken am Westwall. In: B/Orders in Motion, hrsg. v. Maria Klessmann, No.14. Europa-Universität Viadrina Frankfurt (im Erscheinen).

Ambivalences of Care/Curare: Solidarity Networks and Curatorial Practices as a Form of Collective Resistance (gemeinsam mit Friederike Nastold). In: Lina Michelkevicé u.a. (Hg.): The Art–Labour Relationship in Contemporary Art. In: AAAV, No. 117, 12/2025. https://doi.org/10.37522/aaav.118.2025.312

Einleitung: Re-Lektüre des Gartens, Queere  Ökologien, Kolonialismus, Gewalt (gemeinsam mit Friederike Nastold, peer reviewed). In: Re-Lektüre des Gartens. Queere Ökologien, Kolonialismus, Gewalt. FKW // Zeitschrift für Geschlechterforschung und visuelle Kultur, Nr. 76, 11/2025.  https://doi.org/10.57871/fkw762025

Making it Visible – On Queer Powers of Representation. In: View, Theories and Practices of Visual Culture. No. 39: »Racialization and the Politics of Visibility«, 11/2024. https://doi.org/10.36854/widok/2024.39.2930

Re-Lektüren des Gartens: Eine »materiell-semiotische Kompostierung« des Garten der Lüste (gemeinsam mit Friederike Nastold). In: »FKW – Zeitschrift für Geschlechterforschung und Visuelle Kultur«, Nr.75, 05/2025. https://doi.org/10.57871/fkw7520251744

Of Monsters and Men. Aesthetics of the Alt-Right. In: Stan Reszy//State of Affairs, hrsg. v. Bernhard Kleesattel et. al., No. 2 (17), 11/2019. 10.51196/srz.17.5


Vorträge

Wounded Landscapes, Wilderness Gardens: Plant Memory and the Commemoration of Displacement in Southeastern Poland, Vortrag im Rahmen der Tagung »Memory Matters«, Universität Regensburg, 02/2026

Wildes Gedenken – belastete Landschaften, überschriebene Lager, ungeheure Gelände 

Vortrag im Rahmen der Tagung »Versehrte Landschaften – Gedächtnisorte als Naturräume, Naturräume als Gedächtnisorte«, Gedenkstätte Flossenbürg, 11/2025, gemeinsam mit Angela Koch.

Gärten, Wiesen, Wälder. Mehr-als-menschliche Erinnerungen an den Holocaust,

Vortrag auf der 33. Internationalen Sommer Akademie, Institut für jüdische Geschichte Österreichs, 07/2025

Ambivalenzen der Fürsorge: Silvia Federici, solidarische Netzwerke und kuratorische Praktiken in Zeiten multipler Krisen, Vortrag gem. mit Friederike Nastold an der Kunstakademie München, 7/2025.

Obstbaumwiesen und Felder: Mehr-als-menschliche Zeug*innenschaft der Gewalt des Nationalsozialismus, Vortrag im Rahmen des Workshops »Arboreales Wissen: Praktiken, Materialität, Zeitlichkeit,« Späth Arboretum, Berlin, 06/2025.

Gärten, Wiesen, Wälder. Mehr-als-menschliche Erinnerungen an den Holocaust,

Vortrag auf der Tagung »Achtzig Jahre danach. NS-Erinnerungsarbeit in künstlerischer Praxis und Vermittlung heute« Akademine der Bildenden Künste Wien, 05/2025.

(Stadt-)Gärten im Nationalsozialismus,
Input auf dem Garten-Workshop der HU in den Prinzessinnengärten Berlin, 3/2025.

Materielle Zeugenschaften: Erden, Wasser, Pflanzen 
Impuls auf dem Garten-Workshop an der HU Berlin, 11/2024.

Der Garten als Versammlungsstätte – reparieren, kompostieren, kommunisieren.
Vortrag bei der »Jahrestagung Gesellschaft für Medienwissenschaft«, Mainz, 09/2024.

Gardens, Meadows, Forests – Holocaust Memories in Visual Culture.
Vortrag im Rahmen der Konferenz »Travels Beyond the Holocaust«, 9. Simon Wiesenthal Konferenz, ÖAW, 06/2024.

Caring as Labour, Curating as Art. 
Vortrag gemeinsam mit Friederike Nastold, im Rahmen der Konferenz: „The Art–Labour Relationship in Contemporary, Art in Central and Eastern Europe, 1991–present“, Institute of Art Research, Vilnius Academy of Arts, 05/2024.

Entkreuzung von Malgorzata Sztremer. 
Einführung ins Werk, Saarländische Galerie, Berlin, 01/2024.

On the Aesthetic-Political Procedures of Image Protests as Means of Populism. 
Vortrag im Rahmen der Konferenz »Politics, Populism, Culture – The Politics of Populist Culture«, CAU Kiel, 09/2023.

Tauben und Tentakel. 
Vortrag an der Universität Trento im Rahmen der Springschool, 06/2023.

Sichtbarkeit als ästhetische Strategie mit politischer Wirkung?!
Keynote gemeinsam mit Friederike Nastold im Rahmen der Konferenz »Sichtbar werden – machen – sein in queer_feministischer Perspektive von Kunst und Design«, Muthesius Kunsthochschule, Kiel, 06/2023. 

Audiospurlegung –  Im visuellen Archiv der Stadt. 
Audiowalk gemeinsam mit Nanna Lüth, „Kultur – Erbe – Aneignung“ - 
7. Internationalen Symposium zur Architekturvermittlung, Bauhaus Universität Weimar, 03/2023.

(Ver-)Innern – Ausstellen kolonialer Zeugnisse in St. Michaelis.
Input, Tagung des DFG Netzwerks »Gegenstände religiöser Bildung und Praxis«, Hamburg, 10/2022.

Relationen des Sorge-Tragens als kuratorische Arbeitspraxis. 
Vortrag »Jahrestagung Gesellschaft für Medienwissenschaft«, Halle, 09/2022.

Künstlerische Wissensformen und Praktiken zwischen Auf- und Abwertung.
Vortrag gemeinsam mit Nanna Lüth, »Jahrestagung Forschung Kulturelle Bildung«, FH Bielefeld, 09/2022. 

Von der Partizipation zur Kollaboration: Eine Ökologie der Praktiken wider das Gelingen?! 
Vortrag  bei dem internationalen Workshop »Ambivalenzen engagierter Kunst«, Kunsthochschule Mainz, 11/2021.

Kollaboration – Künstlerische Forschung in partizipativen Settings, 

Input im Kooperationsprojekt »Participatory Art Based Research (PABR)«, Forschungstheater Hamburg, 02/2021.

Show me your Agenda - Fake News in Mazedonien, 
Lecture Performance an der Kunsthochschule Mainz im Rahmen von »ToyToyToy«, 12/2017.

Zur Janusköpfigkeit von Fakes und Fälschungen.
Vortrag an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein Halle (Saale), 10/2017. 

Encyclopédie, Similarity and the Simulacrum.
Vortrag im Rahmen der Konferenz »Diderot and 18th century human simulacra«, FU Berlin, 10/2017. 

Das Lachen der Anderen – Die Ironie von Fakes und Fälschungen.
Vortrag im Rahmen der Konferenz »Does Posttruth need a Title?«, Kunsthochschule Mainz, 06/2017. 

(Re)Labelling: Mimicry between Identification and Subjectivation.
Vortrag im Rahmen der Konferenz des Graduiertenkollegs »Performing Citizenship«, Hamburg, 11/2016.


Organisation von Workshops und Tagungen

Konzeption und Organisation der Online–Ringvorlesung »Intersektionale Perspektiven auf Gender und Ökologie«, gemeinsam mit Julia Reichenpfader (Q-Studies Johannes Gutenberg Universität Mainz), Linda Hentschel (Kunsthochschule Mainz), Kerstin Brandes (Universität Bremen) & Friederike Nastold (Carl von Ossietzky Universi­tät, Oldenburg), Wintersemester 2026/27.

Vortragsreihe »Antifaschismus«, Abteilung Ästhetik und Pragmatik audiovisueller Medien und Co.Lab Erinnerungsarbeit · ästhetisch-politische Praktiken, fortlaufend seit dem Wintersemester 2025/26.

Konzeption und Organisation der Online–Ringvorlesung »Intersektionale Perspektiven auf Gender und Wider­stand«, gemeinsam mit Julia Reichenpfader (Q-Studies Johannes Gutenberg Universität Mainz), Linda Hentschel (Kunsthochschule Mainz), Kerstin Brandes (Universität Bremen) & Friederike Nastold (Carl von Ossietzky Universi­tät, Oldenburg), Wintersemester 2025/26.

Organisation und Konzeption des »Opening des International Research Center Gender and Performativity (ICGP)« an der mdw Wien, mit Evelyn Annuß, Philipp Hohmann, Kyra Schmied, Marina Rauchenbacher und Raz Weiner, 12.-14. Juni 2025.

Konzeption und Organisation der Konferenz »Wildes Gedenken – Nicht-institutionelle Praktiken des Erinnerns an den Nationalsozialismus« an der Kunstuniversität Linz, gemeinsam mit Angela Koch, Sabrina Kern, Maria Keplinger, Riva Freiseisen und Florian Schwanninger. 07.- 09. Mai 2025.

Konzeption und Organisation der Ausstellung »Wildes Gedenken – Nicht-institutionelle Praktiken des Erinnerns an den Nationalsozialismus« im Splace an der Kunstuniversität Linz. 30. April.- 09. Mai 2025.

Konzeption und Organisation der Online–Ringvorlesung » Intersektionale Perspektiven auf Gender und Gefühl«, gemeinsam mit Julia Reichenpfader (Q-Studies Johannes Gutenberg Universität Mainz), Linda Hentschel (Kunst­hochschule Mainz), Kerstin Brandes (Universität Bremen) & Friederike Nastold (Carl von Ossietzky Universität, Oldenburg), Wintersemester 2024/25.

Konzeption und Organisation des Workshops »Re/lektüre des Gartens. Queere Ökologien, Kolonialismus, Gewalt«, gemeinsam mit Friederike Nastold, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, 07/2024.

Konzeption und Organisation des 3. & 4. Netzwerktreffens des DFG-Netzwerks »Gegenstände Religiöser Bildung und Praxis«, gemeinsam mit Rita Burrichter, Universität Hamburg & Universität Münster, 03/2022 & 10/2022.


Mitgliedschaften
Mitglied der »Gesellschaft für Medienwissenschaft (GFM)«, seit 2023. 
Mitglied der »Gesellschaft für Kulturwissenschaften (KWG)«, seit 2023.
Mitglied des DFG-Netzwerks »Gegenstände religiöser Bildung und Praxis«, WWU Münster, 2021-2023.