Mit dem Ziel der Inklusion von Kindern und Jugendlichen aus bildungsfernen Schichten wurde von Professorin Amalia Barboza (Abteilung Künstlerische Wissenspraktiken, Kunstuniversität Linz) ein Mobiles Atelier entwickelt, um mit Strategien der künstlerischen Forschung kreative Praktiken von Schüler*innen an Mittelschulen zu erkunden. Ziel des Projektes ist es Jugendliche, die keine Matura anstreben, für ein Kunststudium zu interessieren.
Dafür docken wir mit mobilen Angeboten direkt an die Mittelschulen an. In dem Mobilen Atelier werden nicht nur die „legitimen (anerkannten) Künste“, die an der Kunstuniversität studiert werden können, mit praktischen Übungen vorgestellt, sondern auch andere „illegitime Künste“, die aus den kreativen Alltagspraktiken der Jugendlichen selbst kommen, werden erhoben. Damit will das Projekt gezielt auf die kreativen Praktiken der Jugendlichen aufmerksam machen, um ihnen das Bewusstsein zu geben, dass genau diese Kreativität und ihre Expertise an der Kunstuniversität gesucht wird.
Das Projekt startete im Jahr 2021 in Kooperation mit der Schule Mittelschule 1 Haid und einem Workshop des Künstlers Gottfried Binder. Die dabei entstandenen Arbeiten wurden in einer Publikation präsentiert.
Im Jahr 2022 wurde das Projekt weiterentwickelt und abgeschlossen mit einer Präsentation der Schüler*innen an der Kunstuniversität Linz.
Das Projekt Nomadisches Atelier wurde im Jahr 2023 weitergeführt, diesmal in Kooperation mit der Otto-Glöckel-Schule und mit dem Gastkünstler Michael Wittmann.
Das Projekt wird im Mai 2024 mit einem Workshop von der Gastkünstlerin Franziska Wirtensohn in Kooperation mit der Otto-Glöckel-Schule weitergeführt.
Durch das Mobile Atelier und die Kooperation mit Mittelschulen werden Personen erreicht, die aufgrund von biografischen, sozialen oder kulturellen Hintergründen bisher keinen Zugang zu Kunstuniversitäten hatten.
Bilder aus den Dokumentationen (Booklets) der ersten beiden Workshops sind hier zu sehen - Booklet Gottfried Binder (2021-22) und Booklet Michael Wittmann (2023) . Die Booklets wurden von Gottfried Binder gestaltet.
Franziska Schink