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MITTEILUNG

Trans*, Trans*, Trans*phobie

AKG Lehrveranstaltung SS 2026

Anmeldung via ufgonline

Das Seminar Trans*, Trans*, Trans*phobie reagiert auf die Zunahme neoautoritärer Angriffe auf transgeschlechtliche Leben in Österreich und darüber hinaus. Obwohl diese reaktionären Entwicklungen aus einer neuen politischen Konstellation hervorzugehen scheinen, haben ihre zugrunde liegenden Dynamiken tiefgreifende historische Wurzeln. Der Kurs untersucht die Machtstrukturen, in die nicht-normative Sexualitäten eingelassen sind – Strukturen, die mitunter seit der Kolonialzeit existieren. Mit einem transdisziplinären Ansatz, der theoretische Texte und künstlerische Materialien verbindet, werden wir erforschen, wie Ängste und Mechanismen der Kontrolle und Repression die Sexual- und Geschlechterpolitiken prägen und wie Queerness als Herausforderung für Unterdrückungssysteme sichtbar wird.

Der Kurs führt in Konzepte wie „Moral Panic“ (Stuart Hall), „Immunitas“ (Roberto Esposito) sowie materialistische und psychoanalytische Ansätze ein, um die strukturellen, materiellen und psychischen Dynamiken von Queer- und Transfeindlichkeit zu verstehen. Sexualität wird als ein Ort kolonialer Aneignung, medizinischer Experimente sowie als Objekt von Schrecken und Faszination nachvollzogen. Inmitten dieser repressiven Geschichten formiert sich Queerness als eine kreative Kraft der Unbestimmtheit, die die Grenzen von Kolonialismus und Imperium übersteigt. Durch eine multidimensionale Erkundung, die psychoanalytische, poststrukturalistische, materialistische und Perspektiven von Queers of Color einbezieht, offenbaren sich queere und trans Körperlichkeiten als Akte der Rebellion, als kollektiven Widerstand und als Orte queerer Welterschaffung.