Vernissage: 10. April 2026, 19.00 Uhr; Ausstellung bis 12. April 2026 Atelier OABYTE, Schellhammergasse 24/4, 1160 Wien
Geöffnet am 11. und 12. April 2026 von 12 bis 16 Uhr
von Clara Jacquemard, Karin Harrasser, Paula Ursprung, Paul Kraml, Paul Paptistella, Rosa Ida Tempel, Sophie Geyer, Susanna Melem, Thari Jungen und Vicky Maier in Kooperation mit dem Co.Lab Erinnerungsarbeit · ästhetisch-politische Praktiken, Kunstuniversität Linz, der Brunnenpassage und der Mobilen Akademie Berlin.
Das Atelier von »OABYTE – Kunstverein für solidarisches Arbeiten« wird vom 10. bis 12. April zum Foyer der Erinnerung. Ein Raum zum Zusammenkommen, Essen, Diskutieren, Erzählen oder auch zum Warten öffnet sich. Der temporäre Ausstellungs- und Begegnungsraum "Foyer der Erinnerung" findet in Kooperation mit der mobilen Akademie Berlin, der Brunnenpassage und dem Co.Lab Erinnerungsarbeit · ästhetisch-politische Praktiken der Kunstuniversität Linz statt. Der Raum wird von Clara Jacquemard und Paula Ursprung kuratiert.
Sophie Geyer, Paul Paptistella, “Soft Archive”, 2026, Mixed-Media-Installation
Soft Archive widmet sich dem Erinnern als situative, assoziative Praxis. Die Rauminstallation greift die Architektur der Deckenhöhle auf – jene improvisierten Konstruktionen der Kindheit, die zum Verkriechen und Geschichtenerzählen dienen. Aus dieser rekonstruierten Kindheitsarchitektur entsteht ein Raum, in dem Erinnerungen sich formen, teilen und sammeln lassen.
Mobile Akademie Berlin, MEMORY, SPEAK!
Eine Performance über die Gegenwart und zukünftige Ereignisse.
Performance am 11. April, 15.30 bis 18.30 Uhr & 19.30 bis 22.30 Uhr
und am 12. April, 15.30 bis 18.30 Uhr & 19.30 bis 21.30 Uhr
Brunnenpassage
Brunnenpassage 71 / Yppenplatz, 1160 Wien
Susanna Melem, “abends für die vögel”, 2026, Performance, 150 Minuten.
Piroska sitzt an ihrem Küchentisch und trennt die zerbrochenen Schalen von den Nüssen. Dann legt sie die Nüsse auf die Fensterbank ihrer kleinen Wohnung in Budapest. So macht sie es jeden Winter. 243 Tage lang. Von September bis April. Immer abends – für die Vögel. Melem montiert diese Gewohnheit ihrer Großmutter, indem sie 243 Nüsse – aus Gips gegossen – im Zuge der Langzeitperformance zerbricht. Im Inneren befinden sich fragmentarisch notierte Erinnerungen dreier Frauen aus drei Generationen.
Rosa Ida Tempel, “Memory speaks to you? – Kleine Befragung der Publikumswahrnehmung”, 2026.
Was geschieht im Publikum, während etwas geschieht? Meine Intervention richtet den Blick auf das Dazwischen: auf Bewegungen, Blicke, kleine Entscheidungen im Raum. Ich sammle diese Spuren: beobachtend, nachfragend, erinnernd, auch in Interviews, die versuchen die Wirkung der Performance von Memory Speak unmittelbar mit dem konkreten oder unkonkreten Publikumsverhalten zu verbinden.
Paul Kraml (Peformance), Vicky Maier, (Fotografie), Susanna Melem (Grafik), “Notes between Memory Cubes”, Postkarten 2026
Die Vorderseite der Postkarte dokumentiert eine performative Auseinandersetzung mit körperlich manifestierten Erinnerungen, dargestellt durch Schaumstoffwürfel.
Die Frage “Welche Geschichte beginnt mit dem Moment, in dem du dich entschieden hast aufzustehen?” lädt auf der Rückseite dazu ein, die eigenen Gedanken aufzuschreiben, zu teilen und einzusenden.