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AUSSTELLUNG

Nach dem Zucker

Eröffnung: 3. Mai 2026, 14.00 Uhr; zu sehen bis 28. Juni 2026 Zuckerfabrik Siegendorf, Fabriksgasse, 7011 Siegendorf

Beteiligung von Linda Luse

Transformationsprozesse an der Grenze

Einst kam das Luxusgut Zucker aus Übersee-Plantagen, in denen Sklaven die Arbeit verrichten mussten. Erst als Napoleon diesen frühen Welthandel ab 1807 mit seiner „Kontinentalsperre“ drastisch beschränkte, begann man in Europa Zucker aus Rüben zu produzieren.
In Siegendorf begann die Zuckerproduktion ab 1853. 1988 legte sich ein letztes Mal der süßliche Geruch der Rüben-Kampagne über die Landschaft. Heute sind die Transportbänder längst
abgebaut und das Areal mit denkmalgeschützten Gebäuden harrt seiner Zukunft.
Die künstlerischen Perspektiven auf das Themenfeld reichen von stillgelegten Zuckerfabriken im heutigen Tschechien, der Slowakei und Ungarn (Ilona Nemeth) über Kaffee-Plantagenarbeit in Uganda (Catrin Bolt), bis hin zu einer künstlerischen Recherche der Zuckerfabrik Siegendorf (Gabriele Sturm) oder der Transformation der Zuckerfabrik Enns in die „Kulturfabrik“ (Isa Rosenberger). Paul Busk schlägt ein großes Wandbild vor, Linda Luse transformiert einen Rübenhaufen und transparadiso bezieht sich auf „Abfallmaterialien“ der Zuckerproduktion.

Mit Filmen von: Johannes Haider und Kolomann Watzek („Genesis einer Kunstfabrik“, 1995) sowie Günter Welz („Bittersüße Erinnerungen. Die Zuckerindustrie im Burgenland“, 2015)
Künstler:innen: Ilona Nemeth, Gabriele Sturm, Catrin Bolt, transparadiso, Isa Rosenberger, Paul Busk, Linda Luse

Kuratiert von Barbara Holub

Einladung