Marie Hindinger (BA-Studium Grafik-Design und Fotografie) und Jeremy Traun (Visuelle Kommunikation) haben beim Wettbewerb 100 Beste Plakate teilgenommen und wurde ausgezeichnet.
Der Wettbewerb »100 beste Plakate des Jahres«, in seinen Ursprüngen Mitte der 60er Jahre in der DDR ins Leben gerufen, wurde seit 1991 vom Verband der Grafik-Designer e. V. (VGD) im geeinten Deutschland fortgesetzt und seit dem Jahrgang 2001 in der Trägerschaft des 100 Beste Plakate e. V. für den deutschsprachigen Raum in den Ländern Deutschland, Österreich und Schweiz ausgeschrieben. Ziel des Wettbewerbs ist es, aus allen Einreichungen die 100 besten zu ermitteln und gleichberechtigt – ohne Rangfolge, ohne Preise – in mehreren Ausstellungen und einem Jahrbuch zu präsentieren.
Der Verein 100 Beste Plakate hat das Ziel, das Plakat als starkes visuelles Medium zu pflegen und sicherzustellen, dass sich die Plakatgestaltung weiterentwickelt. Die beteiligten Plakatgestalter*innen, Auftraggeber und Druckereien vereint das Interesse am gut gestalteten, kommunikativ relevanten Plakat. Die Mitglieder kommen aus allen drei Teilnehmerländern des Wettbewerbs. Sie wählen den Vorstand, der renommierte Grafik-Designer und Plakat-Theoretiker für die Mitwirkung in der jährlich wechselnden Jury gewinnt.
Marie Hindinger, “Im Sommer”
Bachelorstudium Grafik-Design und Fotografie
Das Plakat entstand unter dem Überthema „Urgent Joy“ (dringliche Freude) und verbindet gestalterisch Freude mit Dringlichkeit. Eine emotionale Leichtigkeit trifft auf visuelle Spannung und macht Zeitlichkeit und Unmittelbarkeit spürbar. Grundlage des Plakats „Im Sommer“ ist ein Gedicht, das sich fragmentarisch zu einem Ganzen fügt. Dieser Aufbau erinnert an das bruchstückhafte Erinnern und nähert sich den Gefühlen sommerlicher Nostalgie, Kindheit und Vergänglichkeit an.
Jeremy Traun, “Buy Buy Culture”
Masterstudium Visuelle Kommunikation
Der öffentliche Raum in Linz wird zunehmend reguliert. Mit einer neuen Stadtverordnung endet das lange praktizierte und tolerierte Wildplakatieren. Das trifft vor allem kulturelle und künstlerische Akteur*innen. Sichtbar bleiben vor allem kommerzielle und politische Werbeflächen – jene, die sich Reichweite leisten können. "Buy Buy Culture" benennt diese Verschiebung: Kommerzialisierung öffentlicher Sichtbarkeit und die Verdrängung von Kunst und Kultur aus dem Stadtbild. Die Farbigkeit zitiert Supermarktwerbung; die Typografie wird durch Barcodes verzerrt.