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Kunstuni Linz zeigt bei „Crossing Europe“-Festival viele Filme

Pressemitteilung vom 20. April 2026

Studierende, und Absolvent*innen an der Kunstuniversität Linz zeigen viele Filme bei der 23. Ausgabe von Crossing Europe, dem internationalen Filmfestival in Linz, das heuer von 28. April bis 3. Mai insgesamt 133 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus 39 Ländern präsentiert und sich auf unkonventionelle, sozialkritische und künstlerisch ambitionierte Perspektiven junger Filmemacher*innen aus Europa spezialisiert hat. Spielstätten sind das Moviemento, das City-Kino und das Central.

Konkret sind in der Kategorie „Local Artists“ allen voran Angehörige der Studienrichtungen Zeitbasierte Medien bzw. Interaktive Medienkunst vertreten.

Der bereits mehrfach prämierte Film „Baba, What's Your Plan? / Baba, Ne Yapmayi Düşünüyorsun?“ von Tolga Karaaslan hatte bei der Diagonale Premiere – und gewann dort den Dokumentarfilm-Wettbewerb sowie den Mabacher Award 2026 für den besten inklusiven Film. Der 31-jährige Künstler arbeitet darin das Leben seines kranken Vaters auf, der einen Antrag auf Invaliditätspension gestellt hat.

Der siebenminütige Kurzfilm „Am Ende der Sackgasse oder zwischen dem Beleuchtungsmast und der Litfaßsäule“ von Lisa Puchner zeigt Wien im Jänner – städtische Weihnachtsbaum-Entsorgungsstellen bilden die Basis für ein dokumentarisches Gedicht zwischen Stadtverwaltung und Alltagspoesie.

In „(Be)longin“ von Alžbĕta Čiperová wird mit Hilfe der Aussagen von Menschen, die nach Österreich gezogen sind, über die Hoffnungen freiwilliger Migration reflektiert – und wie das „bessere Leben“ oft anders verläuft.

Im Musikvideo „Call me“, gefilmt auf Super-8 Farbfilm, erzählen Francisca Friedrich und Matilde Laires eine „phantasmagorische Coming-of-Age-Geschichte“ über die Findung zu sich selbst. Ein auf Greenscreen gedrehtes Musikvideo wiederum verbindet Dominik Galleya mit Performance, Popästhetik und digitale Bildwelten zu einer verspielten visuellen Collage.

In „(Pre)Face“ begegnet ein Mädchen seinem Spiegelbild und ringt mit verinnerlichten Schönheitsidealen. Das taktile Animationsporträt über Zweifel, Identität und Widerstand haben Valentina Rodríguez Morales and Sule Suárez gestaltet.

„Rudiburg / Rudi’s Castle“ von Simon Spitzer ist wiederum das lebendige Porträt eines Stadtteils, voller kleiner Wunder, stiller Konflikte und poetischer Momente. Und in „Wohnjuwel“ zeigt er, wie eine Immobilienmaklerin zunächst Interessierte durch ein zum Verkauf stehendes Haus führt. Als eine Kundin ausfällig wird, versucht diese mit aller Kraft, ihre Professionalität zu wahren.

Im Stile der 70er-Jahre-Krimis inszeniert das Video „To Do List – Cousines Like Shit“ von Clemens Niel die Auflehnung gegen den Leistungsdruck: To-Do-Listen brennen, Stempeluhren explodieren und die Selbstoptimierung wird sabotiert.

Ein experimenteller Kurzfilm über Wahrnehmung und politische Fragilität ist der Kurzfilm „Zone der Stille / Zone of silence“ von Michael Dietrich.

Und von den Absolvent*innen der Kunstuniversität Linz präsentieren Claudia Dworschak und Tanja Brandmayr ihren Film „Herzblutwiese Stadtwerkstatt“. Darin befassen sich die beiden Künstler*innen aus feministischer Perspektive mit der Geschichte des ältesten autonomen Kunst- und Kulturraums der Stadt Linz und schaffen dabei eine über die Grenzen der Stadt hinausreichende Erzählung zu Transformation von Kunst und Gesellschaft. „Planetenwerk“ von Lukas Marxt und Michael Petri entfaltet hingegen mit menschenleeren Einstellungen zwischen Hotel, Tunnel und der unruhigen Oberfläche des Meeres ein Spiel aus Stimme, Raum und Wahrnehmung.

Details unter: crossingeurope.at

sowie unter: www.kunstuni-linz.at/universitaet/organisation/institute/medien/zeitbasierte-medien/aktuelles-rueckblicke/newsdetail/crossing-europe-filmfestival-2026

 

 

 

Filmstill aus „Baba, What's Your Plan? / Baba, Ne Yapmayı Düşünüyorsun?“ Bildrechte: © Tolga Karaaslan