Pressemitteilung vom 15. April 2026
An über 300 Standorten in Österreichs neun Bundesländern gibt es am 24. April wieder eine „Lange Nacht der Forschung". Die Kunstuniversität Linz präsentiert bei einem Rundgang nicht nur ihre Co. Labs zwischen 17:00 und 23:00 Uhr.
Die Co.Labs an der Kunstuniversität Linz sind temporäre, selbstorganisierte Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen. Hier wird „bottom-up“ im Zwischenraum verschiedener wissenschaftlicher, künstlerischer und gestalterischer Felder an aktuellen Themen und Fragen gearbeitet. Derzeit sind zehn Co.Labs an der Kunstuniversität Linz an mehr als zwölf beteiligten Instituten und Abteilungen aktiv.
Die Vielfalt der Themen und Formate reichen von Virtual Reality, Radiokunst, akustischer Ökologie, KI und Performancekunst bis hin zur Entwicklung neuer Biomaterialien mit Pilzen und Bakterien, kritischer Gedenkkultur, Sprachkunst und sensorgestützten Designmethoden. Der Rundgang bietet Besucher*innen die Gelegenheit, bei Vorträgen, Präsentationen, Mitmachstationen, Gesprächen und Performances in die Arbeit der Co.Labs einzutauchen, die Beteiligten kennenzulernen und dabei künstlerische Forschung hautnah mitzuerleben.
Beim Co.Lab Mycelial Space in der Aula auf Hauptplatz 8 wird etwa der Prozess vom Sporenabdruck zur Mykoremidiation gezeigt. In Co.Lab Biofabrication im splace auf Hauptplatz 6 gibt es wiederum eine Hands-on-Demo zur Entwicklung von „Biomaterialien“. Und das Co.Lab Erinnerungsarbeit – ästhetisch-politische Praxis geht unter dem Titel „Wildes Gedenken“ der Frage nach, wie an unmarkierten Orten der Verbrechen des NS-Regimes erinnert werden kann.
Neben den Co.Labs bekommen Interessierte einen Einblick in wichtige Forschungsprojekte der Kunstuniversität Linz. Das FWF-/PEEK-Projekt „Beyond Glaciation“ macht zum Beispiel – ebenfalls im splace – die Gletscherschmelze virtuell erlebbar. Der Frage, ob Gerüche politisch sein können, widmet sich wiederum das vom Europäischen Forschungsrat (ERC) geförderte Consolidator Project OLFAC im Hörsaal A im Erdgeschoß auf Hauptplatz 6. Und wie künstlerische Forschung von der Projektskizze zum PHD gelingen kann, wird dort ebenfalls in 30-minütigen Vorträgen beantwortet.
Dazu findet im Rahmen der Langen Nacht der Forschung der Pre-Launch von ephemer – Journal for Performance and Theater Research, der neuen mehrsprachigen Zeitschrift der Kunstuniversität Linz, statt. Anlässlich der ersten Ausgabe „On Theater Manifestos“ verlesen die Co-Herausgeber*innen Silke Felber und David Krych ein eigens verfasstes Manifest. Das Journal wird von Böhlau verlegt, fördert den Austausch zwischen künstlerischer Forschung und theoretischer Reflexion im Feld der ephemeren Künste. Im Mai erscheint die erste Ausgabe mit Beiträgen von Lily Climenhaga, colectivo LASTESIS, Silke Felber, Jule Gorke, David Krych, Mũkonzi Mũsyoki, Milo Rau/NTGent, Movimento dos Trabalhadores Rurais Sem Terra, Rivolta della Dignità, Marcos Davi Silva Steuernagel, Noah Lena Vercauteren und Eyck Markus Wendt.
Lange Nacht der Forschung an der Kunstuni Linz
Wann: Freitag, 24. April, 17.00 bis 23.00 Uhr
Wo: Kunstuniversität Linz, splace, Hauptplatz 6 & 8, 4020 Linz
Details zum Programm unter:
www.kunstuni-linz.at/aktuelles/termine-news/newsdetail/lange-nacht-der-forschung-2026