24. April 2026, 16.30 bis 17.00 Uhr Kunstuniversität Linz, Hauptplatz 6, Hörsaal A
Vortrag von Anna Eschbach im Rahmen der Langen Nacht der Forschung
Museen wirken auf den ersten Blick wie Orte der Vergangenheit. Doch sie sind viel mehr: Sie organisieren Zeit, sie entscheiden welche Geschichten erzählt werden, wie Vergangenheit mit Gegenwart verbunden wird – und welche Zukunft denkbar erscheint.
"Mein Vortrag untersucht den massiven Ausbau von zeitgenössischen Museen in China in den letzten 20 Jahren. Dabei geht es nicht nur um Architektur oder Politik, sondern um etwas Grundlegenderes: Wie wird Zeit kuratiert? Wie wird Geschichte so erzählt, dass sie nationale Identität und politische Ziele stützt?
Anhand konkreter Museen und Ausstellungen zeige ich, wie verschiedene Zeitmodelle – Tradition, Revolution, Fortschritt – gleichzeitig inszeniert werden. Museen werden so zu „Zeitmaschinen“, die Vergangenheit sichtbar machen und Zukunft vorwegnehmen. Der Vortrag bietet einen neuen Blick auf Museen: nicht als stille Speicher, sondern als aktive Orte, an denen gesellschaftliche Zeit verhandelt wird." Anna Eschbach
Anna Eschbach verfolgt ein PhD-Projekt in der Abteilung Kunstgeschichte, -theorie / Gender Studies / Kuratorische Praxis.