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Gedenkveranstaltung 5. Mai

Anlässlich der 81. Wiederkehr der Befreiung des KZ Mauthausen wurde am 5. Mai 2026 eine Ausstellung von den Studierenden Christina Berer, Jana Fleischmann, Susanna Geiblinger, Melina Gold, Eliseo Kettwig, Justina Liberman und Emily Schauer gezeigt. Zudem fand ein Gespräch mit Martina Gugglberger (Historikerin, JKU) und den Mitgliedern der AG Gebäudegeschichte statt.

Am 5. Mai 1945 befreiten amerikanische Truppen das Konzentrationslager Mauthausen. Seit 1998 ist der 5. Mai ein Gedenktag an die Opfer nationalsozialistischer Verbrechen, gegen Gewalt und Rassismus.

Am 5. Mai öffnete die AG Gebäudegeschichte* der Kunstuniversität Linz die Türen des donauseitigen Vestibüls am Hauptplatz 6. Damit wurde daran erinnert, dass die beiden Brückenkopfgebäude am Hauptplatz 6 und 8, die heute von der Kunstuniversität Linz genutzt werden, auf Pläne der Nazis zurückgehen. Auf Hitlers Bestreben hin sollte Linz zur ,Führerstadt‘ umgebaut werden. Der Bau begann 1940, wurde aber erst nach 1945 fertiggestellt. Dafür wurden Enteignungen, auch jüdischer Bewohner*innen, durchgeführt. Zudem kam Zwangsarbeit zum Einsatz. Durch zahlreiche Außenlager war Linz in das System der nationalsozialistischen Konzentrationslager eingebunden.

Das Vestibül war zur NS-Zeit als Haupteingang des Gebäudes geplant. Heute ist das Vestibül der einzige Raum, der nach der Umgestaltung 2019 im originalen Zustand belassen wurde. Ausgehend von diesem Raum werden eine Dauerausstellung und ein Dokumentationszentrum zur Geschichte der Gebäude geplant. Die AG Gebäudegeschichte lud Studierende, Mitarbeiter*innen sowie Interessierte dazu ein, Ideen für die Erinnerungsarbeit und die Umsetzung der Dauerausstellung einzubringen.

Brigitte Hütter, Präsidentin der Österreichischen Universitätenkonferenz und Rektorin der Kunstuniversität Linz: „Damit sich Österreichs Geschichte nicht wiederholen kann, liegt es in unserer Verantwortung, gegen Faschismus und für eine liberale Demokratie einzutreten, in der Rassismus und Antisemitismus keinen Platz haben. Heute gilt es auch wieder mehr denn je, erste Vorzeichen autoritärer Tendenzen zu benennen und für Vielfalt statt Einfalt einzutreten.

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