Wirtschaftskammer OÖ und Kunstuniversität Linz starten Initiative für Innovation im Handwerk.
Mit der Initiative „Design.Handwerk.Technologie.“ wird in Oberösterreich ein innovatives Zukunftsprojekt umgesetzt, das gezielt die Stärken des regionalen Handwerks mit den Möglichkeiten von Design, Digitalisierung und moderner Technologie verbindet.
Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu stärken, neue Innovationsräume zu erschließen und damit den Wirtschaftsstandort Oberösterreich nachhaltig weiterzuentwickeln. Angelegt ist die Initiative vorerst bis 2028.
Eine digitale Ziehharmonika mit Echtholz-Furnier, die ihren Klang durch Samples erzeugt. Hochwertige Sattel, die nun mit Roboterarmen nach 300 Jahre alter Tradition gefertigt werden. Oder ein Pavillon aus rein natürlichen Materialen, der die Symbiose zwischen Architektur und Natur im Linzer Botanischen Garten ermöglicht.
Das sind nur drei von vielen Vorzeigeprojekten der Kunstuniversität Linz, die künftig von der neuen Initiative „Design.Handwerk.Technologie.“ mit Unterstützung von Oberösterreichs Wirtschaftskammer profitieren könnten. Ziel ist es, dass Studierende mit den Lehrenden neue Ideen, Produkte, Prozesse oder digitalen Anwendungen in Zusammenarbeit mit Klein- und Mittelbetrieben und ihrem traditionellen Wissen
entwickeln. Mit dem gemeinsamen Vorstoß will man Raum für Experimente und unkonventionelle Denkansätze schaffen.
Vermittlung von Theorie und Praxis stärken
Denn grundsätzlich soll es die neue Kooperation Klein- und Mittelbetrieben ermöglichen, Innovationspotenziale zu realisieren, gleichzeitig wird an der Kunstuniversität Linz die Vermittlung von Theorie und Praxis weiter gestärkt. In den Bereichen Produkt- und Konzeptentwicklung arbeiten Studiengänge der Kunstuniversität Linz von der Architektur über Creative Robotics und Industrial Design bis zu Fashion & Technology längst erfolgreich mit diversen Unternehmen zusammen. Speziell das Co.Lab „Crafting Futures“ setzt sich dabei mit gesellschaftlichen, technischen sowie ästhetischen Wechselwirkungen von Handwerk und digitalen Technologien auseinander und verfügt über hochmoderne Werkzeuge. Martin Schwab von der Kunstuniversität Linz, der dort die neue Kooperation „Design.Handwerk.Technologie.“ leitet und initiiert hat, erklärt: „Beide Seiten, das traditionelle Handwerk und das zeitgenössische Design, bieten einander neue Perspektiven und ermöglichen im Bestfall durch moderne Technologien neue innovative Denkansätze und auch Geschäftsmodelle.“
Brigitte Hütter, Rektorin der Kunstuniversität Linz:
„Wir freuen uns sehr, dass mit der Initiative ,Design.Handwerk.Technologie.‘ Projekte profitieren, die Studierende mit unserer künstlerischwissenschaftlichen Expertise und regionalen Betrieben gemeinsam entwickeln und produzieren. Kooperationen wie diese ermöglichen gesellschaftlichen Fortschritt und unseren jungen Gestalter:innen mehr denn je das Kennerlernen, Wertschätzen und Verbinden traditioneller Handwerkskunst mit modernen Technologien, die sowohl in den Werkstätten der Kunstuniversität Linz unter Nutzung lokaler und nachhaltiger Ressourcen als auch mithilfe unserer innovativen Gestaltungsdisziplinen entstehen.“