Studierende der Studienrichtung „Plastische Konzeptionen / Keramik“ unter der Leitung von Frank Louis präsentieren in Kooperation mit der Ursulinenkirche, dem Fachbereich Kunst der Diözese Linz und der OÖ Landes-Kultur GmbH auf den Dachböden der Ursulinenkirche und des Ursulinenhofes die Ausstellung „Claiming Limbo“.
Die Dachböden im Zentrum der Stadt sind abgeschirmte Orte: weder eindeutig Funktionsraum noch sichtbarer Teil des sakralen Raums. Sie dienen im besten Fall als Schutz der Gebäude, als Ablage, als Ort der Vorübergehenden. Genau in dieser Zwischenstellung entfaltet sich ihr Charakter.
Beginnend mit Oktober 2025 haben mehr als zwei Dutzend Studierende für die historischen Dachböden aus dem 17. Jahrhundert künstlerische Arbeiten entwickelt, die in der Zeit vom 17. bis 22. März dem Linzer Publikum zugänglich gemacht werden. Das eindrückliche Gebälk und der ungewohnte Blick von oben auf das Deckengewölbe der Ursulinenkirche laden zu überraschenden Begegnungen zwischen Material, Architektur und Raum ein.
Rektorin Brigitte Hütter: „Die Kunstuniversität Linz freut sich sehr, dass unsere jungen Künstler*innen der Studienrichtung Plastische Konzeptionen / Keramik ihre Arbeiten auf den Dachböden der Ursulinenkirche und des ehemaligen Klosters, des Ursulinenhofs, präsentieren können. Die Schau an diesem besonderen Ort macht sie einem breiteren Publikum, insbesondere den Linzer*innen zugänglich. Ein herzliches Dankeschön von unserer Seite gilt der Diözese Linz sowie der OÖ Landes-Kultur GmbH, die diese außergewöhnliche Ausstellung ebenfalls ermöglicht haben.“
Martina Gelsinger, Kunsthistorikerin und Kuratorin, Fachbereich Kunst der Diözese Linz: „Die katholische Kirche und die Kunstuniversität sind wichtige Player in der Kulturlandschaft der Stadt Linz. Kirchen wie die Ursulinenkirche prägen die Stadtlandschaft und sind zusätzlich zu ihrer Funktion als Sakralräume täglich geöffnete, frei zugängliche Räume für Kunst und Kultur. Die Verbindung von Kunst und Kirche hat eine Tradition, die über Jahrhunderte bis in die Gegenwart reicht: In der Diözese Linz gibt zeitgenössische Kunst wichtige Impulse und setzt ein starkes Lebenszeichen. Neben temporären Projekten wie der Reihe ‚Memento Mori‘ in der Fastenzeit, aktuell mit Magdalena Berger und Maria Nalbantova in der Krypta der Ursulinenkirche, sind Studierende und Absolvent*innen der Kunstuniversität Linz mit permanenten Gestaltungen in Sakralräumen und kirchlichen Einrichtungen in der gesamten Diözese Linz vertreten.“
Angelika Stummer, Verantwortliche für die Ursulinenkirche | Citypastoral | Tourismuspastoral: „Wir freuen uns sehr, dass Studierende der Studienrichtung Plastische Konzeptionen / Keramik der Kunstuniversität Linz mit ihren temporären künstlerischen Projekten den rund 300 Jahre alten Dachboden der Ursulinenkirche zu neuem Leben erwecken, mit ihren ortsspezifischen Interventionen die Besucher*innen inspirieren und neue Ebenen der Wahrnehmung eröffnen.“
Alfred Weidinger, wissenschaftlicher Geschäftsführer der OÖ Landes-Kultur GmbH: „Wir freuen uns, den Studierenden der Kunstuniversität Linz die Gelegenheit zu geben, ihre Arbeiten in einem unkonventionellen, kunstnahen Ambiente zu präsentieren – auf den Dachböden des Ursulinenhofs im Herzen der Stadt, in lichten Höhen und mit einem mystischen Flair, das an Künstler*innenateliers erinnert. Gerade in herausfordernden Zeiten ist es uns ein besonderes Anliegen, junge Menschen für Kunst und Kultur zu begeistern, sie zu fördern und in ihrem Wunsch zu bestärken, sich selbst künstlerisch zu verwirklichen. Toi toi toi für den Open Day der Kunstuni Linz!“
Teilnehmende Studierende der Abteilung Plastische Konzeptionen / Keramik an der Ausstellung „Claiming Limbo“: Dominique Anna Altmann, Paula Arnold, Jacob Bartmann, Magdalena Berger, Florian Bogenmayr, Leonie Brunner, Ivy Josephine Deacon, Iia Demianyiuk, Zelal Engin, Victoria Ettl, Tabea Falschlunger, Teresa Carmen Gartler, Helen Gu, Anna Höller, Jieun Kim, Gabija Konciute, Anna Kruml, Elena Lengauer, Caroline Maria Lerbro, Thomas Marseiler, Katharina Mitter, Maria Nalbantova, Mani Ramhormozihoseinzadeh, Louisa Roubik, Christopher Rusche-Schall, Irene Topcic, Yao Wang, Melanie Winter
Vernissage: Dienstag, 17. März von 17:00 bis 21:00Uhr
Ausstellung von 18. März bis 22. März jeweils von 14:00 bis 18:00 Uhr auf den Ursulinen-Dachböden, Landstraße 31, 4020 Linz
Führungen: 20. März bis 22. März um 14:30 (DE) und 16:30 (EN)
Projektion mit Fotos von Keramikoberflächen von Thomas Marseiler © Mark Sengstbratl Architekturfotografie
"Wie zwei Schweinehälften im Schlachthof", beschreibt Flo Bogenmayr seine Installation mit Einkaufswagen. © Mark Sengstbratl
Wie eine Schlangenhaut wölbt sich die Installation von Gabija Konciute über das Kirchenskelett © Mark Sengstbratl
Zelal Engin, Studierende "Plastische Konzeptionen / Keramik" an der Kunstuni Linz, mit Kinderwagen auf den Dachböden der Ursulinen © Mark Sengstbratl