30. Oktober 2026 bis 29. März 2027 Kunstmuseum Liechtenstein, Städtle 32, 9490 Vaduz, Liechtenstein
Univ.-Prof. MMag. Anna Jermolaewa, Leitung Experimentelle Getaltung an der Kunstuni Linz, stellt in Vaduz aus.
Mit empathischem Blick und feinem Humor legt Anna Jermolaewa (geb. 1970 in St. Petersburg, RU) verborgene Mechanismen des Alltäglichen frei – und ist mit ihrer Kunst ganz nah am Leben.
Radical Hope vereint frühere Werke in aktualisierter und erweiterter Form mit zahlreichen neuen Arbeiten. Dafür reiste Jermolaewa auf den Spuren Walter Benjamins und seiner Fluchthelferin Lisa Fittko in die Pyrenäen; nach Paris, um ihrer eigenen Fluchthelferin wiederzubegegnen; und auf die Kanalinsel Jersey, wo sie in Gerald Durrells Refugium für vom Aussterben bedrohte Tierarten Filmaufnahmen machte.
Drei wesentliche Aspekte prägen die Ausstellung: die Leidenschaft für das Sammeln, Jermolaewas besondere Verbundenheit mit Tieren sowie Exil und Migration. Anna Jermolaewa, die 1989 aus der damaligen Sowjetunion fliehen musste, richtet den Blick auf persönliche Erfahrungen sowie historische Spuren und begegnet den politischen und gesellschaftlichen Realitäten unserer Zeit mit radikaler Hoffnung.
"Der Ausstellungstitel geht auf das 2006 erschienene Buch Radikale Hoffnung: Ethik im Angesicht kultureller Zerstörung des Theoretikers Jonathan Lear zurück. Er fragt, wie man sich inmitten eines physischen, sozialen und kulturellen Zusammenbruchs eine Zukunft vorstellen kann. Die Antwort lautet: mit radikaler Hoffnung." Anna Jermolaewa
Im Kunstmuseum Liechtenstein war Anna Jermolaewa bereits in zwei Gruppenausstellungen vertreten: Parlament der Pflanzen (2020/2021) und Auf der Strasse (2025). Zwei Werke der Künstlerin befinden sich in der Sammlung; beide waren Teil ihres Beitrags für den österreichischen Pavillon auf der Biennale von Venedig 2024.
Zur Ausstellung erscheinen eine umfassende Publikation und eine Edition der Künstlerin.
Eine Produktion des Kunstmuseum Liechtenstein, kuratiert von Christiane Meyer-Stoll mit Henrik Utermöhle.
5. November 2026, 18.00 Uhr
Anna Jermolaewa. Radical Hope mit Christiane Meyer-Stoll
Erste öffentliche Führung mit der Kuratorin
Mit empathischem Blick und feinem Humor legt Anna Jermolaewa (geb. 1970 in St. Petersburg, RU) verborgene Mechanismen des Alltäglichen frei – und ist mit ihrer Kunst ganz nah am Leben. Radical Hope vereint frühere Werke in aktualisierter und erweiterter Form mit zahlreichen neuen Arbeiten. Drei wesentliche Aspekte prägen die Ausstellung: die Leidenschaft für das Sammeln, Jermolaewas besondere Verbundenheit mit Tieren sowie Exil und Migration. Anna Jermolaewa, die 1989 aus der damaligen Sowjetunion fliehen musste, richtet den Blick auf persönliche Erfahrungen sowie historische Spuren und begegnet den politischen und gesellschaftlichen Realitäten unserer Zeit mit radikaler Hoffnung.
Kosten: Im Museumseintritt inbegriffen
mehr Infos
18. November 2026, 12.30 Uhr
Anna Jermolaewa. Radical Hope mit Susanne Kudorfer
30 Minuten Kurzführung
Hinaus aus dem Alltag und hinein in die Kunst: Das Take Away ist die etwas andere Mittagspause in Vaduz. In 30 Minuten erhalten die Besuchenden Einblick in eine aktuelle Ausstellung und erfahren Interessantes zu Künstler:innen und Werken. Jede dieser Kurzführungen widmet sich einem anderen Thema.
Am Mittwoch ist das Angebot kostenfrei.
mehr Infos
kunstmuseum.li/ausstellungen/anna-jermolaewa
Programmheft.pdf