Im Bachelorstudium Lehramt Kunst und Gestaltung steht die künstlerische Praxis am Beginn und im Zentrum des Studiums. Eigene künstlerische Prozesse, experimentelles Arbeiten und die reflektierte Auseinandersetzung mit zeitgenössischer wie historischer Kunst bilden das Fundament der Ausbildung. Dabei werden künstlerische Produktion, Reflexion und Vermittlung als gleichwertige Dimensionen kunstpädagogischer Praxis verstanden und in ihrem Zusammenwirken erprobt.
Darauf aufbauend wird ein tragfähiges Fundament an didaktischen und wissenschaftlichen Kompetenzen entwickelt, das zu einem reflektierten und verantwortungsbewussten pädagogischen Handeln befähigt. Praktisches und theoretisches Wissen werden miteinander verbunden und so vermittelt, dass sie in konkreten Unterrichtssituationen sicher angewendet werden können. Studierende lernen, kreatives Denken und Handeln sowie sprachliche Ausdrucksfähigkeit gezielt zu fördern und die persönliche, kognitive und sensomotorische Entwicklung der Lernenden im Kontext fachlicher Anforderungen differenziert wahrzunehmen.
Ein reflektierter Umgang mit analogen und digitalen Medien wird ebenso aufgebaut wie die Fähigkeit, die Fachbereiche in interdisziplinären Projekten sinnvoll zu verbinden. Soziale und affektive Aspekte wie Beziehungsgestaltung, Teamarbeit, Kommunikation und Konfliktfähigkeit werden als wesentliche Voraussetzungen für ein wertschätzendes und lernförderliches Unterrichtsklima verstanden.
Das Studium sensibilisiert für Diversität und Inklusion und fördert eine diskriminierungskritische Perspektive auf schulische Interaktionen. Zugleich werden grundlegende wissenschaftliche, analytische und künstlerisch-forschende Arbeitsweisen vermittelt, um die eigene Praxis systematisch zu reflektieren und weiterzuentwickeln.
Kunst wird als kulturelles Kommunikationsmedium verstanden, dessen gesellschaftliche Bedeutung, insbesondere im Kontext technologischen Wandels, analysiert und in pädagogisches Handeln integriert wird.
Die Lehre im Bachelorstudium Kunst und Gestaltung findet in Ateliers, Studios und Seminarräumen, wie auch dort wo Kunst ausgestellt, produziert und diskutiert wird statt, ebenso in Natur- und Alltagsräumen oder experimentellen Settings.
Ziel ist eine vertiefte Auseinandersetzung mit persönlichen Aktionsräumen sowie der Aufbau von Beziehungen zu den Orten, die wir bewohnen. Künstlerische Prozesse eröffnen dabei Verbindungen zu uns selbst und zur umgebenden Umwelt. Kunst wird als offener Prozess verstanden, der Dialoge ermöglicht, Beziehungen stiftet und gesellschaftliche Räume aktiv mitgestaltet.
Die im Studium angelegte Verbindung von fachlicher, künstlerischer und theoretischer Auseinandersetzung findet ihre konkrete Entsprechung in der schulischen Praxis. Die bildungswissenschaftliche und pädagogisch-praktische Ausbildung wird vom Zentrum PPS, dem Zentrum Pädagogisch- Praktische Studien, angeboten und koordiniert. Insgesamt sind drei Praktika vorgesehen, darunter zwei Fachpraktika im Unterrichtsfach Kunst und Gestaltung, in denen die erarbeiteten Inhalte im schulischen Kontext erprobt und reflektiert werden. ZENTRUM PPS
Das Bachelorstudium vermittelt damit fundiertes Grundlagenwissen und professionelle Basiskompetenzen, die im anschließenden Masterstudium vertieft, erweitert und forschungsorientiert weitergeführt werden. Es erfolgt in Kooperation mit derPädagogischen Hochschule Oberösterreich ph-ooe.at und der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz www.phdl.at und ist damit in ein institutionsübergreifendes Ausbildungsnetzwerk eingebunden, das fachliche, didaktische und bildungswissenschaftliche Perspektiven miteinander verbindet.
Lehramtsstudium im Cluster Mitte – Linz/Salzburg
Das Masterstudium Lehramt Kunst und Gestaltung ist ein wesentlicher Bestandteil der Pädagog*innenausbildung und baut systematisch auf dem Bachelorstudium auf. Es vermittelt jene vertieften fachlichen, didaktischen und wissenschaftlichen Kompetenzen, die für die qualifizierte Ausübung des Lehrberufs erforderlich sind, und führt die im Bachelorstudium angelegte Professionalisierung konsequent weiter.
Hier werden die im Bachelorstudium erworbenen künstlerischen, kunstpädagogischen und wissenschaftlichen Kompetenzen systematisch vertieft und erweitert. Das Studium stärkt die wechselseitige Durchdringung von künstlerischer Praxis, Fachdidaktik und Fachwissenschaft und intensiviert den interdisziplinären Dialog. Auf diese Weise wird eine vernetzte Denk- und Handlungspraxis gefördert, die komplexe fachliche, gesellschaftliche und schulische Fragestellungen reflektiert aufgreifen und professionell bearbeiten kann.
Der kontinuierliche fachliche Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden ist eng an künstlerische Prozesse und schulische Handlungssituationen angebunden. In einem dialogischen Prozess werden konkrete Unterrichtserfahrungen, künstlerische Vorhaben und fachdidaktische Fragestellungen gemeinsam reflektiert, theoretisch fundiert und weiterentwickelt. Auf dieser Grundlage entstehen eigenständige Schwerpunktsetzungen und anspruchsvolle Projekte, in denen künstlerische, didaktische und wissenschaftliche Perspektiven zusammengeführt werden.
So werden die Voraussetzungen für ein reflektiertes und souveränes Handeln im schulischen Kontext geschaffen.
Anrechnungen / Anerkennungen
Zentrale Medienwerkstätte
(Videoschnittplätze, Videostudio, Fotostudio, Dunkelkammern, Tonstudio und Equipmentverleih)
ÖH
www.kuenstlerischepraxis.at
Lehrveranstaltungslisten
Das aktuelle Curriculum tritt mit Studienbeginn mit Oktober 2026 in Kraft. Curriculum 2026
Das Curriculum 2024 läuft mit 30. September 2029 aus. Curriculum 2024