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PREIS

Hochdotierter FWF-ASTRA-Preis geht an Spitzenforscher David Krych

Für sein Projekt „homo novus - actor novus“ erhielt David Krych einen der begehrten mit einer Million Euro dotierten FWF-ASTRA-Preise. Das an der Kunstuniversität Linz, Abteilung Kulturwissenschaft, angesiedelte Projekt untersucht anhand von Schauspieltheorien, Aufführungen und historischen Dokumenten, wie Vorstellungen eines „neuen Menschen“ (Homo novus) in den Jahren nach dem ersten Weltkrieg nicht nur gedacht, sondern auf der Bühne durch „neue Akteur*innen“ (Actor novus) erprobt und gestaltet wurden. 

Mag. Mag. Dr. David Krych ist, gemeinsam mit Silke Felber (Professorin für Wissensgeschichte an der Kunstuniversität Linz), Herausgeber der mehrsprachigen Zeitschrift ephemer. Das Journal schafft eine Plattform zur Förderung des Austauschs zwischen künstlerischer Forschung und theoretischer Reflexion im Feld der ephemeren Künste. David Krych ist zudem FWF-Esprit Fellow der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und gründete in Zusammenarbeit mit Prof. Dariusz Kosiński (Jagiellonen-Universität Krakau) und Prof. Tamara Trojanowska (University of Toronto) die internationale Schriftenreihe Theaterkulturen in Polen – Theater Cultures in Poland. 

In seinem Projekt „homo novus - actor novus: Human and Acting Concepts in the Interwar Theater Avant-Gardes of Central and Eastern Europe“ untersucht David Krych anhand von Schauspieltheorien, Aufführungen und historischen Dokumenten, wie Vorstellungen eines „neuen Menschen“ (Homo novus) nicht nur gedacht, sondern auf der Bühne durch „neue Akteur*innen“ (Actor novus) erprobt und gestaltet wurden. Dadurch ergeben sich neue Perspektiven auf europäische Moderne, Theatergeschichte und Menschenkonzepte.

Hintergrund des Projektes: Nach dem Ersten Weltkrieg, nach dem industrialisierten Krieg und der Kränkung der „Humana“ wurde in Europa intensiv darüber diskutiert, was den Menschen in einer Zeit politischer Umbrüche, technischer Modernisierung und gesellschaftlicher Neuordnung ausmacht. Während diese Debatten bisher vor allem in Philosophie und Politik untersucht wurden, richtet David Krych in seinem ASTRA-Projekt den Blick auf das Theater. Im Zentrum stehen Avantgarden in Mittel- und Osteuropa zwischen 1918 und 1939. 

Zum FWF-ASTRA-Preis
Um aufstrebende hochtalentierte Forschende im internationalen Wettbewerb zu halten und neue Talente zu gewinnen, vergibt der FWF heuer 18 FWF-ASTRA-Preise. Die mit jeweils rund einer Million Euro ausgestatteten Förderungen unterstützen fortgeschrittene Postdocs auf dem Weg an die Spitze ihres Forschungsfelds. 

Die Ausgezeichneten überzeugten mit ihren Projektideen in einem hochkompetitiven Auswahlverfahren und bei einem Hearing vor einer internationalen Jury. Die Verteilung der geförderten Projekte verdeutlicht die thematische Vielfalt der Grundlagenforschung: Je etwa ein Drittel stammt aus den Naturwissenschaften und der Technik, der Biologie und Medizin sowie den Geistes- und Sozialwissenschaften.

 Insgesamt begutachtete der FWF in der zweiten Ausschreibungsrunde der FWF-ASTRA-Preise Einreichungen von 170 Forschenden. Im Zuge der Programmreform erhöhte er die Gesamtfördersumme bei diesen hochkompetitiven Karriereförderungen auf 22 Millionen Euro, Forschende aus einem breiteren Themenspektrum kommen so zum Zug – bei einer ausgewogenen Beteiligung von Frauen: Unter den Ausgezeichneten sind elf Frauen, die ihre fünfjährigen Projekte an Universitäten und weiteren Forschungsstätten in ganz Österreich durchführen werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

© FWF/Der Knopfdrücker