Linz, am 27. März 2020
Der mit 10.000 Euro dotierte Österreichische Staatspreis für Kulturpublizistik geht 2020 an Thomas Macho, Direktor des IFK Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften | Kunstuniversität Linz in Wien. Die Kunstuniversität Linz gratuliert sehr herzlich!
Seit 1. März 2016 leitet der Kulturwissenschaftler Thomas Macho das in Wien beheimatete Internationale Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK) der Kunstuniversität Linz. Für seine besondere kulturpublizistische Leistung wird er nun mit dem Österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik ausgezeichnet, der biennal vom Bundesministerium für Kunst, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) vergeben wird und mit 10.000 Euro dotiert ist.
"Wie kaum ein anderer weiß Thomas Macho die Verknüpfung menschlichen Handelns mit politischen, kunstgeschichtlichen und mythischen Narrativen sichtbar zu machen", so die Jury in einer Pressemitteilung des BMKÖS.
In über zwei Jahrzehnten hat Thomas Macho als Professor für Kulturgeschichte am Institut für Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie mit der Mitgründung des Helmholtz-Zentrums für Kulturtechnik die Kulturwissenschaft als eigenständiges Fach im deutschsprachigen Raum geprägt.
Davor wurde er 1976 mit einer Dissertation zur Musikphilosophie an der Universität Wien promoviert. Mit einer Arbeit über Todesmetaphern habilitierte er sich 1983 für das Fach Philosophie an der Universität Klagenfurt. Von 2008 bis 2009 war er Fellow am Internationalen Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie an der Bauhaus-Universität Weimar; von 2009 bis 2011 war Macho Direktor des Instituts für Kulturwissenschaft. Im Studienjahr 2013/14 war er Fellow am Internationalen Kolleg "Morphomata" an der Universität Köln. 2019 wurde Macho mit dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt ausgezeichnet.
Seit seiner Ernennung zum Direktor des IFK inspiriert der Forschungsschwerpunkt "Kulturen des Übersetzens" international etablierte sowie NachwuchswissenschaftlerInnen bei der Arbeit an ihren kulturwissenschaftlichen Projekten. Darüber hinaus wird aktuell ein zweiter Forschungsschwerpunkt unter dem Titel "Andere Arbeit" aufgebaut, um neue Forschungsansätze in Bezug auf gesellschaftspolitische, technologische und ökonomische Entwicklungen der Arbeitswelt hervorzubringen.
Nicht zuletzt fördert das IFK die Internationalisierung der österreichischen Kultur- und Humanwissenschaften durch die Einladung von Senior Fellows, Research Fellows sowie jungen KulturwissenschafterInnen im Rahmen der Junior Fellowships. Kooperationen mit Fulbright Austria, der ÖAW, sowie mit der Stadt Wien ermöglichen weitere Stipendien und internationale Konferenzen.
"Es ist großartig, in einer turbulenten Zeit, wie wir sie aktuell erleben, auf Erfolge wie diesen zu blicken. Das IFK, welches seit dem Jahr 2015 an die Kunstuniversität Linz angedockt ist, bringt stets neue Forschungsperspektiven hervor, die international Beachtung finden. Mit Thomas Macho wird das Internationale Forschungszentrum Kulturwissenschaften in Wien von einer Persönlichkeit geleitet, der es gelingt, die Kulturwissenschaft im deutschsprachigen Raum maßgeblich zu prägen und überdies federführend zur Internationalisierung der österreichischen Kulturwissenschaften beizutragen. Davon zeugt mitunter eine Vielzahl beeindruckender Publikationen im weiten Themenfeld der Kulturwissenschaften. 2019 wurde Thomas Macho mit dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa ausgezeichnet. Es freut mich sehr, ihm nun erneut sehr herzlich gratulieren zu dürfen", so Brigitte Hütter, Rektorin der Kunstuniversität Linz.
Gesamter Pressetext zum Download (docx, 88 KB)
Nähere Infos:
http://www.thomasmacho.de
http://www.ifk.ac.at
Foto
Verwendung unter Angabe des Fotocredits honorarfrei möglich.
Thomas Macho (jpeg, 4,6 MB)
© Klaus Fritsche Fotografie, Köln