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VORTRAG

Queer Memory in Matthias Müller’s Films

21. April 2026, 18.00 Uhr Kunstuniversität Linz, Domgasse 1, Expostmusik

Vortrag von Juan A. Suárez, im Rahmen der Reihe relatifs, der Abteilungen Kunstgeschichte/Kunsttheorie und Kulturwissenschaft.

This talk will explore the configurations of memory in Matthias Müller’s work, from his beginnings in the late 1980s to his collaborations with Christoph Girardet in recent decades. Often regarded subjective, interior, and immaterial, memory becomes in Müller’s (and Girardet’s) films collective, external, and materialized in the images and sounds of popular culture and the props of daily life. This talk will propose that these reversals stem from the queer desires and longings preserved by memory. As they are suppressed and stigmatized, these desires take shelter in apparently inconspicuous materials that are shared by the broader community of the sexually marginal. In this regard, Müller’s (and Girardet’s) films make visible queer modes of spectatorship and strategies of remembering. 

Juan A. Suárez teaches at the University of Murcia (Spain), he is the author of several books and numerous articles on American modernist literature and experimental film. His most recent books are Experimental Film and Queer Materiality (Oxford UP 2024) and the edited volume (with Alberto Berzosa) Archivos queer y trans en el Estado español (Icaria, forthcoming June 2026). He is currently writing on queer memory in experimental film.  


Bekanntermaßen heißt »relatif à« so viel wie »bezüglich«, aber auch »einschlägig«; »être relatif / relative à qn/qc« bedeutet »sich auf jemanden beziehen«. Das »pronom relatif«, das Relativpronomen, ist das »bezügliche Fürwort«, das Wort also, welches im Relativsatz ein Substantiv des übergeordneten Satzes ersetzt. Damit ist das Relativpronomen ein Stellvertreter, der aber ohne den von ihm bezeichneten Referenten nicht existiert.

Im Kunstwort »relatifs« klingen Verhältnisse und Beziehungen an, aber auch Verwandte und Relais. Die Veranstaltungsreihe versteht sich so: als eine Schaltstelle zwischen verschiedenen kunst-, kultur- und medienwissenschaftlichen Ansätzen, als Vernetzungsstruktur zwischen Forschungen, die auf den ersten Blick disparat wirken, wie eine Familienfeier, anlässlich derer auf den Tisch kommt, was gerade unter den Nägeln brennt.

Internationale Wissenschaftler*innen sind eingeladen, über ihre aktuelle Forschung, ihr Vorgehen und offene Fragen zu sprechen. Wir wollen keine Themen setzen, sondern Forscher*innen mit ihren Passionen und Problemen dazu einladen, im Entstehen begriffene Arbeiten zu präsentieren. Wir möchten eine Atmosphäre schaffen, in der Gewagtes diskutiert wird und sich neue Ideen entfalten können.

TERMINE 2026

10. März 2026, 18.00 Uhr
Kepler Salon, Rathausgasse 5, 4020 Linz
Hanna Engelmeier: Das ist (keine) Wissenschaft

17. März 2026, 18.00 Uhr
Kunstuniversität Linz, Domgasse 1, Expostmusik
Iwona Janicka: Politics of Cohabitability. Ecological Grand Narratives with More-than-Human Worlds 

21. April 2026, 18.00 Uhr
Kunstuniversität Linz, Domgasse 1, Expostmusik
Juan A. Suárez: Queer Memory in Matthias Müller’s Films

12. Mai 2026, 18.00 Uhr
Kepler Salon, Rathausgasse 5, 4020 Linz
Judith Rauscher: Eingeschlechtliche Gesellschaften und Gewalt in Spekulativer Literatur

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