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VORTRAG

Eingeschlechtliche Gesellschaften und Gewalt in Spekulativer Literatur

12. Mai 2026, 18.00 Uhr Kunstuniversität Linz, Domgasse 1, Expostmusik

Vortrag von Judith Rauscher, im Rahmen der Reihe relatifs, der Abteilungen Kunstgeschichte/Kunsttheorie und Kulturwissenschaft.

Judith Rauscher ist Juniorprofessorin für American Literature and Culture an der Universität zu Köln, wo sie Amerikanische Poesie, Spekulative Fiktion und Fernsehen sowie Gender und Queer Studies unterrichtet. Ihre Forschungsinteressen umspannen Ecopoetry, ökologische Themen in Amerikanischer Popkultur sowie literarische Darstellung von „single-sex“ Gesellschaften, Institutionen, Technoscience, and Sozialem Wandel. Ihre Monographie Ecopoetic Place-Making: Nature and Mobility in Contemporary American Poetry (2023) ist Open Access bei transcript erschienen. Derzeit arbeitet sie an einem Buch mit dem Titel Fantasies of a (Non-)Violent State: Single-Sex Societies in American Speculative Fiction.


Bekanntermaßen heißt »relatif à« so viel wie »bezüglich«, aber auch »einschlägig«; »être relatif / relative à qn/qc« bedeutet »sich auf jemanden beziehen«. Das »pronom relatif«, das Relativpronomen, ist das »bezügliche Fürwort«, das Wort also, welches im Relativsatz ein Substantiv des übergeordneten Satzes ersetzt. Damit ist das Relativpronomen ein Stellvertreter, der aber ohne den von ihm bezeichneten Referenten nicht existiert.

Im Kunstwort »relatifs« klingen Verhältnisse und Beziehungen an, aber auch Verwandte und Relais. Die Veranstaltungsreihe versteht sich so: als eine Schaltstelle zwischen verschiedenen kunst-, kultur- und medienwissenschaftlichen Ansätzen, als Vernetzungsstruktur zwischen Forschungen, die auf den ersten Blick disparat wirken, wie eine Familienfeier, anlässlich derer auf den Tisch kommt, was gerade unter den Nägeln brennt.

Internationale Wissenschaftler*innen sind eingeladen, über ihre aktuelle Forschung, ihr Vorgehen und offene Fragen zu sprechen. Wir wollen keine Themen setzen, sondern Forscher*innen mit ihren Passionen und Problemen dazu einladen, im Entstehen begriffene Arbeiten zu präsentieren. Wir möchten eine Atmosphäre schaffen, in der Gewagtes diskutiert wird und sich neue Ideen entfalten können.

TERMINE 2026

10. März 2026, 18.00 Uhr
Kepler Salon, Rathausgasse 5, 4020 Linz
Hanna Engelmeier: Das ist (keine) Wissenschaft

17. März 2026, 18.00 Uhr
Kunstuniversität Linz, Domgasse 1, Expostmusik
Iwona Janicka: Politics of Cohabitability. Ecological Grand Narratives with More-than-Human Worlds 

21. April 2026, 18.00 Uhr
Kunstuniversität Linz, Domgasse 1, Expostmusik
Juan A. Suárez: Queer Memory in Matthias Müller’s Films

12. Mai 2026, 18.00 Uhr
Kepler Salon, Rathausgasse 5, 4020 Linz
Judith Rauscher: Eingeschlechtliche Gesellschaften und Gewalt in Spekulativer Literatur

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