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Künstler*innenduo Quadrature tritt an der Kunstuni Linz Professur für Interface Cultures an

Mit Oktober treten Juliane Götz und Sebastian Alexander Neitsch, in der Medienkunstszene bekannt als Künstler*innenduo „Quadrature“, die Professur für Interface Cultures an der Kunstuniversität Linz an.

Die Arbeit von Quadrature verbindet Kunst, Wissenschaft und Technologie. Wiederkehrendes Thema ist der Kosmos als Ort kollektiver Sehnsüchte, Fantasien und wissenschaftlicher Entdeckungen aber auch als Schauplatz politischer Machtspiele, zunehmender Privatisierung und kapitalistischer Ausbeutung.

Juliane Götz und Sebastian Neitsch lernten sich während ihres Studiums an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle kennen. Seit 2015 arbeiten sie als Quadrature zusammen. Das Duo versteht Technologie als Mittel zum Lesen und Schreiben von Realitäten, als gestaltende und gestaltbare Werkzeuge, welche materielle, soziale, politische und ideelle Strukturen und Weltbilder prägen. Oft dienen ihnen hierbei Daten als primäres künstlerisches Material.

In ihrer Praxis verbinden sie kritische Perspektiven, wissenschaftliche Präzision und künstlerische Freiheit. Kollektives Arbeiten und Denken stehen dabei im Mittelpunkt ihrer Aktivitäten. Während sie als Quadrature immer wieder gerne mit anderen Künstler*innen, Designer*innen und wissenschaftlichen Institutionen kollaborieren, leben und arbeiten sie auch privat seit Jahren in gemeinschaftlichen Strukturen.

Ihre Arbeiten reichen von digitalen Bildwelten und raumgreifenden Projektionen bis hin zu kinetischen Objekten. Sie zeichnen sich durch eine minimalistische Ästhetik aus, die zwischen visueller Schönheit und irritierenden Themen balanciert. So fordern ihre Projekte dazu auf, Technologie nicht als vorgegebene Konstante, sondern als Dialog zwischen Individuum, Maschine und Umwelt zu verstehen. Ihre künstlerische Forschung wurde vielfach ausgezeichnet – unter anderem durch Stipendien der Stiftung Kunstfonds, der Akademie Schloss Solitude, des Hertz-Lab am ZKM Karlsruhe sowie der Schaufler Residency der TU Dresden.

Rektorin Brigitte Hütter: „Mit der Berufung von Juliane Götz und Sebastian Alexander Neitsch ist die für die gesamte Kunstuniversität Linz und besonders für das Institut für Medien so wichtige Professur für Interface Cultures wieder bestens besetzt und damit ein wichtiger Schritt getan, um die hervorragende international sichtbare Arbeit weiter zu stärken.
 

© Quadrature