Die künstlerische Recherche nähert sich der Frage, ob der in der DDR beschworene Frieden tatsächlich Bestand hatte – und für wen. Ausgehend von der im sozialistischen Deutschland weit verbreiteten Mosaiktechnik nimmt die Arbeit eines der zentralen Symbole in den Blick: die Friedenstaube. Als Bild der Gemeinschaft und Harmonie omnipräsent, war sie zugleich Trägerin eines politischen Versprechens. Aber gab es diesen Frieden wirklich so, wie er versprochen wurde? Oder stand der Staat über dem Frieden, den er stets proklamierte?
Das Mosaik verdichtet Zitate aus DDR-Texten, wiederkehrende Schlagwörter und Phrasen sowie persönliche Gedanken zu einem vielstimmigen Gefüge, die die Integrität des Friedens hinterfragen, für den diese Tauben standen.
Marietta Szilvia Béky *2007, Linz (AT), studiert seit 2025 den Bachelor Kulturwissenschaften an der Kunstuniversität Linz.