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TALK

Geschlechtergerechtigkeit und Klimapolitik

7. Dezember 2026, 16.15 bis 17.45 Uhr ONLINE

Die Abteilung Ästhetik und Pragmatik lädt im Rahmen der Ringvorlesung Gender|U zum Vortrag von Diana Hummel  ein.

Die Ringvorlesung findet online statt: zoom-Link zur Teilnahme

Klimawandel und Geschlechtergerechtigkeit sind eng verknüpft, da die Klimakrise bestehende soziale Ungleichheiten verschärft. Im Fokus des Vortrags steht eine intersektionale Perspektive auf den Zusammenhang von Geschlechtergerechtigkeit und Klimapolitik. Der Vortrag beleuchtet zunächst die Debatte um Geschlechtergerechtigkeit sowie feministische Perspektiven im Kontext der internationalen Klimapolitik. Darauf aufbauend wird die Bedeutung von Geschlechtergerechtigkeit anhand des Beispiels der medizinischen Notfallversorgung bei Flutkatastrophen in Bangladesch erörtert. Schließlich wird mit Blick auf die aktuelle Klimapolitik in Deutschland die Frage nach den Voraussetzungen und Möglichkeiten einer Verknüpfung von Klimagerechtigkeit und Geschlechtergerechtigkeit diskutiert.

Diana Hummel ist Politikwissenschaftlerin und arbeitet seit 2002 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am ISOE. An der Goethe-Universität Frankfurt am Main ist sie Apl. Professorin am Institut für Politikwissenschaft, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften. Ihre aktuellen Forschungsschwerpunkte sind normative Aspekte und Konflikte im Bereich der Renaturierung, Biodiversität und Gesundheit sowie Gender & Environment. Am ISOE forscht sie in den beiden Forschungsfeldern „Biodiversität und Gesellschaft“ und „Wasser- und Landnutzung“.
 

Im Wintersemester 2025/26 findet die sechste Ringvorlesung zu intersektionalen Perspektiven auf Geschlechterkonstruktionen statt. Dieses Mal widmen sich die Vorträge den Verschränkungen von Gender und Ökologien. Die Online-Ringvorlesung fragt aus einer kritischen Perspektive nach den Verhältnissen zur Mit-Welt und versammelt machtkritische, rhizomatische, queere, dekoloniale und antifaschistische Perspektiven auf Ökologien. Dabei werden ökologische Krisen als eng mit sozialen Ungleichheiten verflochten verstanden und danach gefragt, wie gerechte und nachhaltige Zukünfte intersektional gedacht werden können.

Wir freuen uns auf den Austausch!

Plakat.pdf

Programm

02.11.2026 | Nanna Heidenreich | Natur, Territorium und Grenzen. Aktuelle Prozesse der Faschisierung

09.11.2026 | Giovanni Aloi | Against the Lawn: Gender, Soil and Subversion

16.11.2026 | Asmae Ourkiya | Queer, Decolonial, and de-essentialized Ecofeminist Reflections on Gender and Nature

23.11.2026 | Anne Sudrow | Forschen für den Öko-Landbau der SS: Frauen auf der ‚Plantage‘ des Konzentrationslagers Dachau

07.12.2026 | Diana Hummel | Geschlechtergerechtigkeit und Klimapolitik

14.12.2026 | Ilka Becker | „Our kind multiplies“. (Queer-)Feministische Mykoästhetiken in der zeitgenössischen Kunst

11.01.2027 | Irene Schütze | Vom Ausbeuten und Aufblühen: Queerfeministische Ästhetiken gegen Extraktivismus