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TALK

Der Teufel stinkt: Sinneserfahrungen im Theater des Mittelalters

10. November 2026, 18.00 Uhr Kepler Salon, Rathausgasse 5, 4020 Linz

Gastvortrag von Annette Kern-Stähler im Rahmen der Reihe "relatifs", der Abteilungen Kunstgeschichte/Kunsttheorie und Kulturwissenschaft.

Anette Kern-Stähler ist Professorin für Medieval English Studies an der Universität Bern. Ihre interdisziplinär ausgerichteten Forschungsprojekte konzentrieren sich auf die Sinne in mittelalterlicher Literatur und Kultur. Dabei widmet sie sich einem breiten Spektrum auch gegenwärtig aktueller Fragestellungen, die von den sinnlichen Dimensionen von Überwachung über Sinne und (Dis-)Ability bis hin zu Beziehungen von Emotionen und Sinnen reichen. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem ERC-Forschungsprojekt OLFAC. Exploring the Intervening Performativity of Smell.

Weitere TERMINE IM 2026/27

27. 10. 2026, 18.00 Uhr, Karla Pinhel Ribeiro:  Power and Violence in Walter Benjamin.  A Global South Perspective

01. 12. 2026, 18.00 Uhr, Gabriele Jutz: Vegetale Bildpolitiken im zeitgenössischen Experimentalfilm

19. 01. 2027, 18.00 Uhr, Ella Comberg:  Cybernetic Anthropology’s Mimetic Beginnings

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Bekanntermaßen heißt »relatif à« so viel wie »bezüglich«, aber auch »einschlägig«; »être relatif / relative à qn/qc« bedeutet »sich auf jemanden beziehen«. Das »pronom relatif«, das Relativpronomen, ist das »bezügliche Fürwort«, das Wort also, welches im Relativsatz ein Substantiv des übergeordneten Satzes ersetzt. Damit ist das Relativpronomen ein Stellvertreter, der aber ohne den von ihm bezeichneten Referenten nicht existiert.

Im Kunstwort »relatifs« klingen Verhältnisse und Beziehungen an, aber auch Verwandte und Relais. Die Veranstaltungsreihe versteht sich so: als eine Schaltstelle zwischen verschiedenen kunst-, kultur- und medienwissenschaftlichen Ansätzen, als Vernetzungsstruktur zwischen Forschungen, die auf den ersten Blick disparat wirken, wie eine Familienfeier, anlässlich derer auf den Tisch kommt, was gerade unter den Nägeln brennt.

Internationale Wissenschaftler*innen sind eingeladen, über ihre aktuelle Forschung, ihr Vorgehen und offene Fragen zu sprechen. Wir wollen keine Themen setzen, sondern Forscher*innen mit ihren Passionen und Problemen dazu einladen, im Entstehen begriffene Arbeiten zu präsentieren. Wir möchten eine Atmosphäre schaffen, in der Gewagtes diskutiert wird und sich neue Ideen entfalten können.