Unsere Auseinandersetzung mit dem ehemaligen Frauengefängnis „Hoheneck“ beschäftigt sich mit der körperlichen Dimension der Inhaftierung. Die Recherchebasis und das darauffolgende künstlerische Projekt beruhen auf Berichten von Zeitzeuginnen, die während des DDR-Regimes in Hoheneck inhaftiert waren. Diese erzählten von ihrer Erfahrung in einer streng regulierten Institution, welche es sich zur Aufgabe gemacht hatte, Menschen sowohl körperlich als auch psychisch zu brechen und auszubeuten.
Im Fokus der Arbeit steht die Wechselwirkung zwischen Raum und Körper, da die Frauen den Ort sowohl damals als auch heute prägen – eine Prägung, die in der künstlerisch-wissenschaftlichen Arbeit sowohl symbolisch, körperlich als auch auditiv aufgegriffen und verdeutlicht werden soll.
Hannah Lang *2002, Kritzendorf (AT), studiert seit 2023 den Bachelor Kulturwissenschaften
an der Kunstuniversität Linz. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich vor allem mit queer-feministischen Perspektiven auf Kulturwissenschaften, Kunstgeschichte und Media Studies.
Elisabeth Lohbreier *2000, Berlin (DE), hat 2023 das Bachelorstudium Architektur an der HTWK Leipzig absolviert und studiert seit 2024 den Master Architektur im Studio BASEhabitat an der Kunstuniversität Linz.