21. Juli 2026 bis 1. August 2026 Werkstatt Hainberger, Marktplatz 21, Haslach
Offenes Atelier und Ausstellung von Selina Gasser & Karoline Pöhn
Was zwischen zwei Dingen liegt, ist nie leer. Zwischen Fäden entsteht Spannung, zwischen Körpern Beziehung, zwischen Stimmen Bedeutung. Das Sichtbare wird von etwas getragen, das sich entzieht und doch wirksam ist. Die Ausstellung nähert sich diesem Dazwischen. Ausgehend von zwei künstlerischen Positionen wird das Dritte als Resonanzraum verstanden – als Verbindung, die im Kontakt entsteht.
Karoline Pöhn und Selina Gasser arbeiten mit textilen Rest- und Abfallmaterialien als Träger von Erinnerung, Nähe und gesellschaftlicher Einschreibung. Fäden werden zu Beziehungen, Risse zu Spuren, Fragmente zu Hinweisen auf das Nicht-Sichtbare. In und zwischen den Arbeiten ereignet sich das Dritte.
Während der drei Wochen stellen die Künstlerinnen in der Werkstatt Hainberger nicht nur aus, sondern nutzen den Ort zugleich als offenes Atelier und laden ein, Teil dieses Prozesse zu werden. Am Donnerstag, 30. Juli laden die beiden Künstlerinnen ab 18 Uhr zu einer Finissage und einem Mitmachworkshop ein. In einem offenen, experimentellen Setting sind Interessierte eingeladen, mit Nebenprodukten der Textilindustrie und weiteren Materialien ihr eigenes Textilobjekt zu entwickeln, die Ressourcen spielerisch gemeinsam zu erforschen, intuitiv die Wahrnehmung zu schärfen und miteinander in Austausch zu treten.
SELINA GASSER lebt und arbeitet in Basel. Sie studierte textil.kunst.design an der Kunstuniversität Linz (MA 2024), Textildesign in Basel (2018) und Volksschulpädagogik in Luzern (BA 2014). Residencies führten sie nach Mexiko und Peru.
KAROLINE PÖHN lebt und arbeitet in Linz. Sie studierte textil.kunst.design (MA 2025) und Fashion & Technology (BA 2020) an der Kunstuniversität Linz. Ihre Arbeiten wurden mit Preisen wie dem FORUM Alumni Preis 2025, dem Edison - der Preis 2022 sowie dem AFA Start Stipendium 2020 ausgezeichnet.
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