Ein offenes Labor für regenerative Gestaltung
HALLO ERDE ist kein abgeschlossenes Ausstellungsprojekt, sondern ein offener künstlerisch-forschender Prozess. Im Mittelpunkt steht das Experimentieren mit biologisch abbaubaren Materialien und die Frage, wie Gestaltung im Sinne regenerativer Kreisläufe gedacht und praktiziert werden kann.
In einem dreitägigen Workshop entwickelten Studierende temporäre skulpturale Arbeiten aus natürlichen Materialien wie Lehm, Jute, Ton, Ästen und pflanzlichen Farbstoffen. Durch Formen, Verbinden, Erproben und Verändern entstanden Arbeiten, die sich mit Raum, Materialität, Stabilität und Vergänglichkeit auseinandersetzen.
Die Ausstellung versteht sich als Labor: Werkzeuge, Materialien und Prozesse werden gemeinsam hinterfragt und neu erprobt. Nicht das fertige Objekt steht im Vordergrund, sondern die Handlung – das Reparieren, Weiterentwickeln, Wiederverwenden und Zurückführen von Materialien in natürliche Kreisläufe.
Re-Generation wird dabei als künstlerische Haltung und Methode verstanden: als bewusster Umgang mit Material, Zeit und Verantwortung. Am Ende verbleiben die Arbeiten nicht als dauerhafte Objekte, sondern kehren als kompostierbare Materialien in lebendige Kreisläufe zurück.
HALLO ERDE entstand im Rahmen der Diskursveranstaltung Let’s talk about... Regeneration and Repair und wurde im Rahmen der Langen Nacht der Forschung 2026 präsentiert.
Konzeption: Abteilung Kunst und Gestaltung
Stefan Brandmayr, Nikolaus Gansterer, Christoph Holzeis, Moritz Matschke, Jutta Strohmaier
20.–24. April 2026
Kunstuniversität Linz, Hauptplatz 8, Hörsaal E