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Twist, Shift x Shake - Diversabilities for Art and Design

Projektleiter*in:  Univ.-Prof. Dr. Florian Sametinger

Projektteam:  Univ.-Prof. Dr. Karin Harrasser, Univ.-Prof. Elke Bachlmair, Univ.-Prof. Mag. Mario Zeppetzauer, Univ.-Prof. Dr. Martin Kaltenbrunner (University of Arts Linz), Ass.-Prof. Dr. Katta Spiel (TU Vienna)

Projektpartner*innen: Prof. Dr. Kathrin Gerling (Karlsruhe Institute of Technology), Dr." Monika Sommer (House of Austrian History), Dr. Daniel Wessolek (Academy of Fine Arts Nuremberg), Mag. Horst Ganitzer (Bundes-Blindenerziehungsinstitut), Vera Rosner-Nógel (Danceability), Rua M. Williams, Ph.D. (Purdue University), Assoc. Prof. Dr. DI Ingrid Graz (JKU Linz), Prof. Dr. Jürgen Tchorz (TH Lübeck), Thomas Tajo (Vision Inclusive), Martí Sánchez Fibla (Artificial Intelligence Research Institute Bellaterra), and many more.

Art der Förderung: FWF Emerging Fields

Projektlaufzeit: Oktober 2026 bis September 2031

Institut: Institut für Design / Institut für Institut für Bildende Kunst und Kulturwissenschaften (Kunstuniversität Linz) ; Institut für Informatik (TU Wien)

Menschen, die die Welt außerhalb von etablierten Normen wahrnehmen und fühlen oder sich in ihr kreativ bewegen, werden in Design und Kunst oft nicht mitgedacht. Design und Kunst gehen häufig stillschweigend davon aus, bereits zu wissen, wie Menschen sehen, fühlen, hören und sich bewegen. Wer von dieser Normvorstellung abweicht, wird nachträglich berücksichtigt, wenn überhaupt. Eine Rampe hier, eine Audiodeskription dort.

Das Projekt setzt nicht beim Anpassen an, sondern beim Denken und Entwerfen. Wir fragen: Was können Gestaltung und Kunst wissen, wenn diverse Fähigkeiten als Methode eingesetzt werden, nicht als Sonderfall?

Eine blinde Forscherin bringt nicht einfach eine Perspektive über Blindheit mit. Ihre Art, visuelle Kultur zu denken und zu hinterfragen, wird selbst zu einem wichtigen Werkzeug. Ein gehörloser Designer, der räumlich und taktil schärfer wahrnimmt, stellt Fragen an klangzentriertes Design, die Hörende gar nicht stellen können.

Wir möchten Menschen mit Behinderung in ihrer Forschung bestärken. Hier liegt der Kern des Projektes: Fähigkeiten, die außerhalb der üblichen Normen liegen, sind für uns nicht Probleme, die gelöst werden müssen, sondern Ausgangspunkte für neue Ideen.

Getragen wird das Projekt von einem koordinierenden Knotenpunkt und vier spezialisierten Forschungslaboren: drei an der Kunstuniversität Linz, eines an der TU Wien. Sie arbeiten sowohl nebeneinander als auch im Austausch: in Teams mit gemischten Fähigkeiten, in gemeinsamen Werkstätten und öffentlichen Veranstaltungen, in denen Forschung, Kunst und Aktivismus zusammenkommen. Dabei entstehen neue Artefakte, neue Methoden und neue Theorien – aber auch neue Wege, wie Menschen mit diversen Fähigkeiten selbst forschen und gestalten können.

Damit findet keine kleine Verschiebung statt, denn Design und Kunst haben Jahrhunderte lang auf einem engen Bild von imaginierter Normalität aufgebaut. Das Projekt soll zeigen , dass ein anderer Ausgangspunkt nicht nur gerechter, sondern auch ergiebiger für Wissenschaft, Kunst und Design ist.

Kontaktperson: Florian Sametinger

Weblink: www.fwf.ac.at/aktuelles/detail/emerging-fields-35-millionen-euro-fuer-neue-forschungsfelder-in-oesterreich

Dieses Forschungsprojekt wird gefördert vom Österreichischen Wissenschaftsfond (FWF) EFP1789125 9/2010.55776/EFP