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VORTRAG

„Our kind multiplies“.

14. Dezember 2026, 16.15 bis 17.45 Uhr ONLINE

„Our kind multiplies“. (Queer-)Feministische Mykoästhetiken in der zeitgenössischen Kunst

Die Abteilung Ästhetik und Pragmatik lädt im Rahmen der Ringvorlesung Gender|U zum Vortrag von Ilka Becker  ein.

Die Ringvorlesung findet online statt: zoom-Link zur Teilnahme

Die Vorlesung widmet sich künstlerischen Praktiken, die Pilze und ihre unterirdischen Myzelnetzwerke als Mittler und Akteure queerer Ökologien verstehen. Wie werden (queer-)feministische Mykologien, die strukturellen Zusammenhänge zwischen Queerphobie und Mykophobie und die damit zusammenhängenden Agencies und Machtformen künstlerisch erkundet? Welche Rolle spielen hier postanthropozentrische Denkansätze?

Ilka Becker ist Professorin für Kunstgeschichte der Moderne und Gegenwart und Mitglied des Institut Designlabor Gutenberg an der Hochschule Mainz. Ihre Schwerpunkte sind Agency-Theorien, Gender/Queer Studies, (soziale) Ökologien, Fotografie und Film. Nach wissenschaftlich-kuratorischen Projekten am Rheinischen Landesmuseum Bonn und der Bundeskunsthalle Bonn (1996-1997) hat sie als Redakteurin für Texte zur Kunst (1998-2000) sowie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kunst und Kunsttheorie der Universität zu Köln (1997-1999) und am Kulturwissenschaftlichen Forschungskolleg Medien und kulturelle Kommunikation an den Universitäten Köln und Bonn (2002-2008) gearbeitet. An der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig hat sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin (2009-2013) und anschließend als Gastprofessorin (2013-2018) gelehrt, u.a. am Graduiertenkolleg Das fotografische Dispositiv. Seit den 1990er Jahren ist sie als freie Kunstkritikerin und Autorin tätig.
 

Im Wintersemester 2025/26 findet die sechste Ringvorlesung zu intersektionalen Perspektiven auf Geschlechterkonstruktionen statt. Dieses Mal widmen sich die Vorträge den Verschränkungen von Gender und Ökologien. Die Online-Ringvorlesung fragt aus einer kritischen Perspektive nach den Verhältnissen zur Mit-Welt und versammelt machtkritische, rhizomatische, queere, dekoloniale und antifaschistische Perspektiven auf Ökologien. Dabei werden ökologische Krisen als eng mit sozialen Ungleichheiten verflochten verstanden und danach gefragt, wie gerechte und nachhaltige Zukünfte intersektional gedacht werden können.

Wir freuen uns auf den Austausch!

Plakat.pdf

Programm

02.11.2026 | Nanna Heidenreich | Natur, Territorium und Grenzen. Aktuelle Prozesse der Faschisierung

09.11.2026 | Giovanni Aloi | Against the Lawn: Gender, Soil and Subversion

16.11.2026 | Asmae Ourkiya | Queer, Decolonial, and de-essentialized Ecofeminist Reflections on Gender and Nature

23.11.2026 | Anne Sudrow | Forschen für den Öko-Landbau der SS: Frauen auf der ‚Plantage‘ des Konzentrationslagers Dachau

07.12.2026 | Diana Hummel | Geschlechtergerechtigkeit und Klimapolitik

14.12.2026 | Ilka Becker | „Our kind multiplies“. (Queer-)Feministische Mykoästhetiken in der zeitgenössischen Kunst

11.01.2027 | Irene Schütze | Vom Ausbeuten und Aufblühen: Queerfeministische Ästhetiken gegen Extraktivismus